Beiträge von Knoxe

    Hier zum Jahresende mal ein chronologischer Abriss über die Errichtung eines komplett neuen Mobilfunkstandortes in einer Nachbargemeinde, den ich interessiert verfolge und der eine kleine Überraschung bietet:

    • Januar 2022: o2 bestätigt, dass man Anfang 2021 etwa zeitgleich mit der Telekom einen Standort im geplanten Bereich bei der Gemeinde angefragt hat und sich bereits in Abstimmung mit der Telekom befindet.
    • August 2022: Im Gemeinderat wird nach einigen Hin und Her um die Position eines ca. 30 m hohen Mobilfunkmastes in Betonbauweise der Deutschen Funkturm GmbH diese endgültig abgesegnet.
    • April 2023: Die BNetzA genehmigt der Telekom MB07/08/09/15/18/21 (teilweise 2x, d. h. 27 Einträge) auf 3 Sektoren für diesen Standort
    • Juli 2023: o2 teilt mir mit, dass die Maßnahme für 2024 geplant sei, abhängig von der Freigabe durch die DFMG
    • Oktober 2023: Nachfrage bei Telekom-hilft in deren Forum nach der geplanten Inbetriebnahme - Antwort: Q2 2024
    • Mai 2024: Vor-Ort-Besichtigung des Neubaus. Der Mast wirkt zumindest fertiggestellt. Antennen sind an den Trägern. Tiefbau zum Verteilerkasten und der Verteilerkasten für Strom und Glasfaserzuleitungen (?) sind fertig. Zäune und Tor zur Zufahrt glänzen frisch verzinkt. Leider habe ich total versäumt, Fotos zu machen.
    • Juni 2024: Die STOB der BNetzA wird um weitere 18 Einträge (= 6x 3 Sektoren) für Telefónica o2 ergänzt.
    • Oktober 2024: Telekom hilft schreibt hier auf meine Anfrage, dass sich die Inbetriebnahme auf Ende Q1, Anfang Q2 2025 verschiebt.
    • Dezember 2024: o2 schreibt mir auf Nachfrage, dass die Inbetriebnahme des Standortes für Mitte Januar 2025 geplant ist, sofern das Wetter mitspielt.

    Bei aller berechtigter Kritik der Netzbetreiber über die langen Genehmigungsverfahren für neue Standorte überrascht mich an diesem Beispiel doch, wie sehr die Telekom ihren Planungen hinterherhängt und wie treffend diese dagegen von Telefónica eingehalten werden.

    Die Gründe kenne ich natürlich nicht, aber wenn die BNetzA-Genehmigung vorliegt und bauseits alles fertig ist, warum steht der Mast dann noch ein Jahr nutzlos rum? Ein Einzelfall scheint das jedoch nicht zu sein, wenn man den Netzausbau-Thread der Telekom hier verfolgt. Langwierige Genehmigungsverfahren scheiden als Grund für die Verzögerungen aber augenscheinlich aus. Bemerkenswert finde ich dagegen, dass o2 hier offenmehr mehr Gas gibt.


    Der neue Standort wird für die vertretenen Netze auf alle Fälle eine ordentliche Verbesserung bringen. Die nächsten Standorte befinden sich im hügeligem Gelände ca. 3,5 bzw. 4,5 km Luftlinie entfernt.

    Hier mal eine Variante, wie es nach dem Ende von Call-by-Call und Preselection weitergehen kann und wie es jetzt in meiner Bekanntschaft umgesetzt wird:


    Ist-Zustand:

    - Telekom-Telefonanschluss im Tarif "Call Plus/Standard (M)" zu 20,36 €/Monat

    - Preselection-Flatrate ins nationale Festnetz über ehem. bettercall/Telcat Multicom zu 7,95 €/Monat (seitens Anbieter gekündigt zum 31.12.2024)

    - Anschluss befindet sich in einer Kleinstadt, genutzt von einer älteren, rüstigen Dame


    Planung:

    - Rufnummernportierung (mit Kündigung des Telekom-Anschlusses) zu Easybell in den VoIP-Tarif "Call easy" zu 3,49 €/Monat (ohne Einmalkosten, monatlich kündbar)

    - Internetzugang über eine FRITZ!Box 6850 LTE mit SIM-Karte von Congstar im Tarif "Prepaid wie ich will" mit Surf Flat 1 GB/4 Wochen für 2,00 € oder 3 GB zu 4,00 €


    Somit dann die Dame ihr gewohntes Festnetztelefon mit Ihrer Festnetznummer zu einem Preis von ca. 5,66 € bis 11,32 €/Monat (falls es mal über 500 Minuten/Monat geht und damit dann auch 3 GB benötigt werden). Damit ist die Investition für die FRITZBox im Gegensatz zum aktuell günstigsten Telekom-Tarif mit Festnetzflatrate (Magenta Zuhause Start zu 27,95 €/Monat), bei dem ja auch ein Router benötigt wird, schnell wieder drin.

    Überwacht wird das monatliche Datenvolumen und die Technik von ihrem Sohn.



    Grüße

    Lindner Bräu - Super! :thumbup:


    Dann kennst dich besser aus, wie ich. :D Beim Thema Mobilfunkstandorte in Bad Kötzting bin ich leider raus...


    Ich war total nur von den Socken, dass ich einen reinen GSM-Standort von der Telekom finde.

    Ja, normalerweise passt mit o2 dort alles und ich habe die Nutzung der mobilen Daten dann auch auf der o2 SIM gelassen. Es ging mir nur speziell um die (topografisch schwierige) Gegend um das Hotel.


    Gute Erholung in und um Bad Kötzting! Ein Spaziergang im Kurpark und eine anschließende Einkehr ins Lindner Bräu sind sehr zu empfehlen! :thumbup:

    Mich hat bei einem Hotelaufenthalt im schönen Bayrischen Wald am verlängerten ersten Oktober-Wochenende die Feldstärke-Anzeige der Telekom-(Discounter-)eSIM doch böse in die Irre geführt...


    Was war passiert? In meinem Heimatnetz o2 war nur ein "E", an wenigen Stellen mal ein "5G" an der Signalstärke zu sehen, die Telekom eSIM meldete hingegen 3-4 von 5 Balken. Also habe ich per SMS eilig die 3-GB-Option gebucht, ohne zu testen, welche Netztechnologie denn anliegt, da ich fremde WLAN-Netze meide, wenn ich Internet über Mobilfunk haben kann. Ohne Datenpaket habe ich allerdings auch keine Anzeige darüber an die Signalstärke bekommen.

    Dann leider die Ernüchterung - auch die Telekom versorgte das Gebiet nur mit GSM/EDGE-Netz. Nun blieb im Hotel nur die WLAN Nutzung, die mal gut, mal weniger gut funktioniert hat.


    Ich befand mich im Ortsteil Höllhöhe, 93453 Neukirchen beim Heiligen Blut. Versorgt wurde ich dort ganz offensichtlich von einer Mobilfunkstation, die sich südlich des Ortsteils Kolmstein, 93453 Neukirchen beim Heiligen Blut befindet und mit einer STOB aus 2000 vor sich hin sendet. Meine Frau im Vodafone-Netz hatte deutlich weniger Probleme. Sie wurde mit 4G vom Standort nahe des Ortsteiles Lamberg versorgt.


    Die Kosten für die gebuchte Datenoption habe ich auf nette Nachfrage und Schilderung der Situation übrigens erstattet bekommen.