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qtip
Eine SIM-Karte habe ich heute zur Post gegeben und der Käufer zahlt dann per Überweisung. Ich wollte wegen 5,-€ dann doch keine Vorkasse verlangen, den ich bin generell dagegen, sowohl bei Onlineshops als auch bei Privatverkäufern. Dies war bisher mein einziger privater Verkauf übers Internet. Evtl. verkaufe ich noch ein paar SIM-Karten, die ich übrig habe. Ansonsten bin ich meist Käufer. Auf den Thread-Titel bin ich gekommen, weil es in irgend einer TV-Verbrauchersendung mal so bezeichnet wurde.
Bei ebay habe ich bisher weder ver- noch gekauft. In unserer örtlichen Tageszeitung stehen jede Woche 2-3 Berichte von Käufern, die Geld überwiesen haben und keine Ware erhalten haben, meist Kunden bei ebay. Das ist eindeutig zu viel, denn es betrifft Leute aus nur einem Landkreis. Wenn man das mal bundesweit hochrechnet, wird einem schlecht. Außerdem möchte ich nach der WISO Sendung über ebay und PayPal dort nichts kaufen und verkaufen.
bernbayer
Ich kann Dir nur zustimmen.
Sebastian
Sicherlich gibt es keine eierlegende Wollmilchsau, aber anscheinend schaltet bei manchen Leuten die Gier nach Schnäppchen den Verstand aus ("Geiz ist geil"). Die brauchen sich nicht zu wundern, wenn sie mit Vorkasse abgezockt werden. Bei mir muß das Preis-Leisungs-Verhältnis passen und die Zahlung muß sicher abgewickelt werden. Über die Trusted Shop Garantie muß ich mich mal näher informieren. Wenn das sicherer als PayPal ist, wäre das für mich eine Alternative.
Einem Bekannten ist es vor ein paar Jahren passiert, dass der Onlineshop, bei dem er 2 Jahre lang immer wieder auf Vorkasse eingekauft hat, in Konkurs ging. Er hatte fast 400,-€ für eine Digitalkamera (war damals so teuer) bezahlt. Der Konkursverwalter hat ihm klar gemacht, dass dies nachrangige Forderungen sind, und er praktisch nichts mehr zurückbekommt. Für den Bekannten war das richtig viel Geld, dass er verloren hat und er hat viel dazugelernt.
HansFranz123
Natürlich kann es schwierig werden, wenn Du noch 10.000,-€ Außenstände hast und wahrscheinlich nichts bekommst bzw. holen kannst. Ich kann die kleineren Online-Händler schon etwas verstehen, aber ich habe schon negative Erfahrungen gemacht und leider ist es heute so, dass die Leute nicht mehr so ehrlich sind, wie früher. Deshalb sind auch die meisten Leute, die hier geantwortet haben, gegen die Vorkasse und ich bin vorsichtiger geworden.
Ich kann mich noch erinnern, dass vor ca. 10 Jahren die Handwerker erst nach 1-2 Monaten eine Rechnung geschickt haben und man als Kunde noch 3% Skonto abziehen konnte, wenn man innerhalb einer Woche überweist. Der Handwerker konnte sich (fast) immer darauf verlassen, dass bezahlt wird, denn man braucht einen Handwerker irgenwann wieder einmal. Heute ist durch das Internet vieles anonymer geworden und die Betrugsmöglichkeiten sind einfach vorhanden.
Dauerposter
So weit ich weiß, richten sich die Urteile der VZ Hamburg gegen Möbelhäuser, die 1-2 Tage VOR der Lieferung die Bezahlung des kompletten Kaufpreises verlangt haben. In den letzten Jahren wurde im Fernsehen darüber und über Möbelhäuser berichtet, die bis zu 50% Anzahlung verlangt hatten und dann in Konkurs gingen. Die Kunden standen weinend vor dem Möbelhaus und der Konkursverwalter hat nichts rausgerückt, obwohl die bereits bezahlten Möbel vorhanden waren. Die sollten tatsächlich nochmal VORHER bezahlen!
Ich bin zwar kein Jurist, aber ich habe in auch verschiedenen TV-Verbrauchersendungen gesehen, dass es keinen Anspruch auf Vorkasse gibt und dass immer wieder dringend davon abgeraten wurde. Die BGH-Rechtssprechung kann man auch so auslegen, dass der Kunde bei Vorkasse ausreichend geschützt sein muß, z. B. durch eine Bankbürgschaft, Sicherungsschein o. ä. vom Verkäufer. Meine letzte Vorkassezahlung war eine Pauschalreise. Hier darf nur dann Vorkasse verlangt werden, wenn vorher der Sicherungsschein dem Kunden ausgehändigt wird. Ich habe diesen Sicherungsschein schon gebraucht, denn 12 Stunden vor Abflug ging mein Reiseveranstalter in Konkurs. Nach einigen Formalitäten habe ich den Reisepreis von der Versicherung zurückbekommen, jedoch nicht meine Mehraufwendungen für das Buchen einer neuen Reise. Der Reiseveranstalter wußte schon, warum er Lastschrift ablehnt. Da es eine Last-Minute-Reise war, hätte ich eine Lastschrift noch zurückbuchen lassen können. Eine Anzeiger wegen Betrug o. ä. hilt in dem Fall nicht, denn Schuld an dem Konkurs sind lt. Brief des Reiseveranstalters natürlich die schlechte Wirtschaftslage und die anderen.
Im Mietrecht ist die Zahlungsweise festgelegt und ich denke, auch hier ist Vorkasse zulässig.
Übrigens, bei der T-Com, Arcor, congstar und T-Mobile zahle ich meine Monatsrechnung immer hinterher per Lastschrift und nicht per Vorkasse.
lart
Nachnahme ist für mich als Käufer umständlich, denn ich muß erst Geld bei der Bank holen, möglichst passend bereit halten (Es gibt Online-Shops, die das so wollen) und dann auch noch zu Hause sein. Geht es noch umständlicher? Ein Paket ohne Nachnahme kann auch ein Nachbar annehmen und eine Online-Überweisung ist für mich schnell erledigt und der Verkäufer hat meist am nächsten Bankarbeitstag das Geld auf seinem Konto.
Außerden sind die Kosten, die meist der Käufer zahlen soll, recht hoch. Es besteht auch die Gefahr, dass man eine fehlerhafte oder falsche Ware geliefert bekommt und dann hat man Ärger.
Bei Amazon kann man auch günstig Computerzubehör und CallYa Handypakete kaufen, wenn man etwas auf Angebote warten kann und nicht das neueste Modell haben muß.
Im teueren bl..-Markt habe ich schon seit ca. 8 Jahren nichts mehr gekauft, denn ich bin doch nicht bl..!
ocb
Das sehe ich auch so.
c-walt
Große Versender haben zwar Zahlungsausfälle, aber auch eigene Inkassofirmen und holen vorher Auskünfte ein. Ich denke, die Verluste duch Zahlungsausfälle können die durch Mengenrabatte bei ihren Lieferanten wieder ausgleichen.
Die vielen Antworten auf meinen Beitrag zeigen, dass das Thema weiterhin sehr aktuell ist.