Unterschiede zu Libyen sind da aber auch sehr gering, was so die Grundsätzlichkeiten angeht...
Ukraine / Krimkrise
- Timba69
- Geschlossen
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Wenn man denn eine Resolution des UN-Sicherheitsrats (also nicht gegen die Stimme Russlands) als gering bezeichnen mag...
Außerdem hat sich kein Nachbarstaat einen Teil Libyens einverleibt... -
Das stimmt. Trotzdem ein Krieg mit unbeteiligten Dritten und einem Bürgerkrieg. Und die Resolution sah kein Eingreifen durch Waffenlieferungen an die Aufständischen und ähnlich vor. Also doch erstaunliche Parallelen. Ich will nichts relativieren, aber genaues Hinschauen lohnt manchmal. Zudem enthielten sich Deutschland, Russland, China, etc. bei der Resolution.
Im übrigen sehe ich kein nennenswertes Ergebnis in Libyen. Die Gewalt ist an der Tagesordnung. Fail State. Möglich, dass das ein oder andere Land in der Nato oder der UNO eine Lehre daraus gezogen hat, was Einmischungen angeht.
BTW: Ist Libyen nur ein Beispiel von vielen, wo die Beteiligten wechseln, das "Game" (so wie es der ein oder andere Falke sagt) aber das gleiche bleibt.
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Zitat
Original geschrieben von Timba69
Oder ist Russland damals in die Urkaine einmarschiert? Die erste "offizielle Aussage" zum Schutz der Russen, zum Schutz der pro-russuisch eingestellten Bevölkerung ist am 14.03. erfolgt, nach dem Vorfall mit den beiden prorussischen Separatisten, oder irre ich mich da?Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß da ab 27.2 ein paar russische Truppen auf der Krim einmarschiert sind. Und Putin hat sich am 1.3 sogar noch die offizielle Erlaubnis des Föderationsrats geholt russisches Militär in der Ukraine einsetzen zu dürfen. Wenn das keine deutlichen Ansagen sind/waren...
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Libyen als Vergleich taugt eh nix.
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Weil? Begründe doch bitte für alle, ich lerne auch noch gerne was dazu.
kues:
Ja, das ging es um die Krim, das stimmt. Aber die direkte Unterstützung für die Separatisten, die da noch keine waren, ("wir schützen pro-russisch....") außerhalb der Krim war am 14.03. Und daraus entstand letztlich der jetzige Konflikt/Krieg um die gesamte Ukraine, ohne das Krim-Desaster jetzt zu bewerten.
BTW:
Ohne Worte: Die Army hält eine Übung/Manöver in der U K R A I N E ab. In der U K R A I N E!
Im September 2014.
"»Rapid Trident 14« ist ein Manöver, das im Geiste des NATO-Programms »Partnerschaft für den Frieden« abgehalten wird, bestätigt das Verteidigungsministerium in Berlin gegenüber »nd«. Derzeit findet in der Ukraine die sogenannte finale Planungskonferenz statt....."
http://www.eur.army.mil/RapidTrident/
Deutsch (ohne Wertung der Quelle):
http://www.neues-deutschland.d…oever-in-ukraine-vor.html -
Zitat
Original geschrieben von Timba69
Nun, zunächst (bzw. am/ab Anfang Februar 2014 ) war es ein innerukrainischer Konflikt (Euromaidan), da hat er schon recht. Dazu kam der ukrainisch-russische Gaskonflikt als Dauerstreit(thema).Oder ist Russland damals in die Urkaine einmarschiert? Die erste "offizielle Aussage" zum Schutz der Russen, zum Schutz der pro-russuisch eingestellten Bevölkerung ist am 14.03. erfolgt, nach dem Vorfall mit den beiden prorussischen Separatisten, oder irre ich mich da? Es macht auch keinen Sinn, Frank jetzt irgendwas zu unterstellen oder gar die Fakten zu vergessen.
Also ich muss dir sagen, dass du ein miserables Gedächtnis hast. Oder hast du jetzt absichtlich die Krim-Annexion durch russische Soldaten mal eben übersprungen?
Der Gasstreit kam wieder zum Tragen, weil Russland sich nicht mehr an Abkommen hielt, der Ukraine einen Rabatt dafür zusicherte, dass Russland die Militärflotte auf der Krim stationieren konnte. Aber das hat sich mit der Annexion ja erledigt. Genauso hat man sich in deren Zuge Milliarden an Staatsbesitz angeeignet. Auch das hast du unterschlagen.
/sehe gerade, dass die Krim bereits erwähnt wurde..
Der Vergleich mit Libyen ist reinste Idiotie...
Im Vorlauf gab es keinerlei kriegerische oder gewaltsame Auseinandersetzungen zw. der rus. und ukr. sprechenden Bevölkerung. Auch gab es keine Unterdrückung irgendwelcher Bevölkerungsgruppen, so wie seitens Gaddafis gegen verfeindete Volksstämme.
Es gab keinen Grund für die rus. Bevölkerung sich gegen irgendwelche Unterdrücker zu erheben. Die Gründe wurden von Moskau künstlich geschaffen, aber dabei blieb es nicht - man schaffte auch die sich erhebenden Massen. Zuerst mit rus. Protesttouristen, dann mit plötzlich auf den Plan tretenden Volksvertretern und Heeresführern aus Moskau und bewaffneten Freiwilligen aus Russland, Tschetschenien und co.Wie verblendet muss man eigentlich sein um nicht zu erkennen, dass Russland hier wieder nach Schema F verfährt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdossetien
http://de.wikipedia.org/wiki/AbchasienZitatOhne Worte: Die Army hält eine Übung/Manöver in der U K R A I N E ab. In der U K R A I N E!
Schnarch...
Das Programm wird offensichtlich seit 2011 durchgeführt. Rate mal wer 2011-2013 Präsident war..
http://www.eur.army.mil/RapidTrident/Ach ja. Failed State, nicht fail state..
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Zitat
Original geschrieben von suka
[...] Es gab keinen Grund für die rus. Bevölkerung sich gegen irgendwelche Unterdrücker zu erheben. [...]Der Satz ist gut.

Ich glaube nicht, dass der Verfasser wirklich das meinte, was er geschrieben hat. -
Zitat
Original geschrieben von beesdo77
Der Satz ist gut.
Ich glaube nicht, dass der Verfasser wirklich das meinte, was er geschrieben hat.Hätte es isoliert so gestanden, dann wäre es schon lustig. Die eigentlichen Russen (in Russland) hätte ja tatsächlich durchaus gute Gründe, um sich gegen ihren Unterdrücker/Kriegsfürsten/Wahlfälscher zu erheben. Klar, mache haben ihn ja auch tatsächlich gewählt, weil sie einen starken Mann haben wollten oder selbst vom korrupten System zu profitieren hoffen. Und zumindest im Eindruck der dort einseitigen und gefälschten Berichterstattung sind ja auch nach wie vor viele für ihren starken Mann und eingebildeten Supermachtführer.
Gemeint gewesen sein wird die russischstämmige Bevölkerung der Ukraine, sagen wir einfach "rus." als Abkürzung für "russischsprachig". (-:=
Warum man aktuelles partout mit irgendwas mehr oder weniger lang vergangenem vergleichen will erschließt sich mir sowieso nicht. Vermutlich ist die Intention ja auch nicht der Vergleich an sich oder gar ein Erkenntnisgewinn, sondern die Gleichsetzung mit Schlechtem, Gescheitertem und Bösem. Und natürlich benennt man nur die Aspekte nur jener Ereignisse, mit denen man den aktuellen Fall im gewünschten Sinn präsentieren möchte. Und dann kommt man zu dem Schluß, daß sich Geschichte wiederholt, vergißt aber, daß nichtmal ein Ei dem anderen gleicht.
Persönlich bin ich weder für, noch gegen jemand. Der Grad von Zustimmung und Ablehung ist nie fest, sondern verändert sich schon mit dem Verhalten des anderen. Die bevorzugten und erstrebenswerten Aspekte sind nicht an Personen, Gruppen oder Länder gebunden, sondern universell. So ist der eigentliche Zweck von Diskussion nicht Festigung oder Durchsetzung des eigenen Standpunktes, sondern die Validierung und der Erkenntnisgewinn.
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Jetzt merkt auch BILD, nicht gerade ein Freund Russlands, dass das Embargo nicht "gut" für Deutschland ist.
Bisher forderte BILD das Embargo und dessen Ausweitung.
Anscheinend ist BILD jetzt ein Licht aufgegangen, leider zu spät, meine ich als BILDleser, der vom Embargo nichts hielt.
Die "Kleinen" dürfen wieder die Zeche zahlen.
Quelle: http://wap2.bild.de/bild/json.…/wap/37074274/12-cnv.html
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