Suche ein Land zum Auswandern

  • Und ich sage das, was ich immer wieder sage: selbst wenn das Finanzsystem zusammenbrechen sollte, es nicht das Ende der Welt. Wenn die USA Pleite gehen sollten, ist es nicht das Ende der Welt.


    Ihr habt doch eigentlich alle nur vor einem Angst: dass ihr Euren Wohlstand verliert.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    also muss das ganze Konstrukt irgendwann zusammenbrechen weil die Umverteilung vom Konsum der Geringverdiener zu den Vermögen der Reichen irgendwann in die Endphase geht, die Schulden nicht mehr bezahlbar sind.


    Die Staaten sind pleite.


    Mit irgendeiner behaupteten "Umverteilung von Geringverdienern zu Reichen" hat das wenig zu tun. Ich wüsste auch nicht, wo so eine "Umverteilung" stattfände?

  • Zitat

    Original geschrieben von bochumer-22
    ...bin ich nicht der Meinung, dass alles den Bach runtergeht - oder Deutschland bald explodiert (in welcher Hinsicht auch immer :rolleyes: ).


    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Ausgehend von dem, was er erklär Es ist eine Frage der Zeit bis alles zusammenbricht.


    Meine Glaskugel funktioniert doch noch :D


    Da wird nichts abbrechen, wegbrechen oder zusammenknicken.
    Und selbst wenn, werden wir hier mit die letzten sein, die betroffen sind - dank solider Wirtschaft.
    Aber sollte eine Feuerwalze aus Finanzindustrie, Politikern und Überwachungsdrohnen alles vorhandene zerstören, haben wir im Notfall immer noch Ackerböden, Fischereigründe, Bodenschätze etc. Dann gehts eben nochmal von vorn los :top:
    Bei den apokalyptischen Gedankenmodellen wird gerne vergessen, dass auf Probleme reagiert werden kann.
    Alternde Gesellschaft? Es wird nicht solange gewartet bis alle ausgestorben sind, sondern Anreize für Eltern und Immigranten geschaffen.
    Selbstzerstörerische Bankster? Die nächste Basel Reform ist unterwegs. Die wird die Probleme natürlich nicht aus der Welt schaffen, aber mildern. Dann gibt es abwechslungsweise mal stagnierendes oder negatives Wachstum.
    Exp. Wachstumskurven müssen nicht zusammenbrechen, sondern können sich auch abschwächen :p


    Den Vorschlag der TE bezüglich positiver Denken und Handeln ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Verbittern kann man im Alter noch.

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  • +1


    Probleme gibt es überall - haben hier fast alle User geschrieben. Der Unterschied ist der Umgang mit diesen und die Wahrnehmung. Und da kann der Deutsche noch viel von anderen lernen, denen es nicht unbedingt besser geht, die einfach nur glücklicher sind. Und genau deswegen bewundern die Leute in Deutschland die Australier, Kanadier, Schweden: nicht, weil die weniger Probleme hätten, sondern weil sie eine positivere Lebenseinstellung haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Die Staaten sind pleite.


    Mit irgendeiner behaupteten "Umverteilung von Geringverdienern zu Reichen" hat das wenig zu tun. Ich wüsste auch nicht, wo so eine "Umverteilung" stattfände?


    Du hast die verlinkten Videos nicht gesehen. Normal- und Kleinverdiener müssen ihr Geld zwangsläufig komplett in den Konsum stecken, während Reiche Vermögen davon ansparen. So fließt das Kapital allmählich von unten nach oben.


    Dass wir einen Zusammenbruch des Finanzsystems locker-flockig wegstecken würden ist kaum anzunehmen. Was hat es für Arbeitnehmer in den USA bedeutet, dass kein Gehalt mehr kam? Wer nichts "auf der hohen Kante" hatte und sich nicht aus dem Garten hinter dem Haus ernähren konnte (für Großstädter wohl der Normalfall) stand ganz schön blöd da. In diesem Fall galt es "nur", dass vom Staat bezahlte Menschen ein paar Tage überstehen bis wieder Geld fließt. Die restliche Wirtschaft funktionierte und jedem war klar, es dauert ein paar Tage, wird sich dann aber normalisieren. Es betraf ja auch nur einen kleinen Teil der Bevölkerung.


    Wenn aber weltweit alles zum Erliegen kommt und in jedem Land flächendeckend keine Wirtschaft mehr stattfindet, bricht Chaos aus. Ratzfatz sind die Supermärkte zu, Wasser- und Stromversorgung außer Betrieb, Plünderer unterwegs. Größere Stromausfälle oder die Überschwemmungen in New Orleans haben gezeigt, welche Zustände herrschen wenn nur mal für einige Stunden Stillstand eintritt bzw. eine begrenzte Region betroffen ist. Was ist los wenn sowas flächendeckend und für längere Zeit passiert? Das wäre eine neuerliche Zensur von der Qualität des 11. September.


    Planspiele gehen davon aus, dass es bei uns 7-10 Tage dauert bis wieder Strukturen aufgebaut sind überhaupt ein Notbetrieb wieder in die Gänge kommt. Wer hat denn einen Notvorrat zuhause um diese Zeit autark zu überstehen?


    Das dicke Ende wäre abwendbar wenn man auf die längst sich anbahnenden Zeichen reagieren würde und Anstalten machte, die aus den Fugen geratende Weltwirtschaft in ein einigermaßen funktionierendes Fahrwasser zu bringen. Davon ist aber nichts zu erkennen. Vielleicht rafft man es noch wenn die Einschläge noch näher kommen. Aber es kann auch sein, dass es - wie in der Vergangenheit bisher immer - erst richtig knallen muss, und dann wird nach der Zäsur wieder bei 0 angefangen.


    Das sind natürlich sehr weit hinausgedachte apokalyptische Ideen, aber ich erkenne weder bei vielen Mittelschichtlern in Deutschland, noch im Parlament und schon gar nicht bei Frau Merkel, dass man die Zeichen der Zeit erkennt und anstatt weiter zuzuwarten Ideen entwickelt wie wir als Volk und als globalisierte Menschheit uns langfristig aufstellen können.


    In Deutschland leben wir relativ gut, aber die Zahl der Frustrierten steigt, man schaue sich die Lohnentwicklungen an, den Trend zu unplanbaren Lebensläufen aufgrund von Zeitverträgen, Geburtenrückgang etc. In Spanien oder Nordafrika haben die Leute mitunter nicht mehr viel zu verlieren, bei der hohen Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Es ist nicht damit getan, in Lampedusa irgendeine lokale Lösung zu finden, es ist die Spitze eines viel größeren Eisbergs.


    Hierzulande daddeln wir jetzt weiter mit der Aussitzerin Frau Merkel und in einer großen Koalition, also maximaler Stillstand. Viele, die halbwegs klarkommen, sind damit zufrieden weil sie denken, dass alles gut läuft wenn alles bleibt, wie es gerade ist - und Mutti garantiert es. Aber in unteren Schichten bei uns, in Teilen Europas und der Welt sieht das anders aus, da köchelt langfristig etwas hoch.


    Begleitend erfahren wir von den NSA-Aktivitäten und dass die Freiheit der Menschen selbst in Demokratien offenbar weit weniger groß ist, als gedacht. Ausgerechnet der selbsternannte Weltpolizist schnüffelt überall unberechtigt herum und kann seine moralischen Ansprüche selbst gar nicht mehr erfüllen.


    Es entsteht so zunehmend Frust und das Gefühl, immer mehr gehetzt und Spielball diffuser Interessen zu sein. Man ist gar nicht der Wohlstandbürger in einem guten Land, sondern auch Getriebener. Leute, die Richtung Lampedusa aufbrechen, sind so weit, dass die lieber sterben als weiter in ihren bisherigen Verhältnissen leben wollen. Das alles sind Warnsignale, die man nicht immer weiter aussitzen sollte.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Woher kommen solche apokalyptischen Vorstellungen bei dir? Ich habe Freunde in Süditalien. Da geht der Strom mal mehr, mal weniger. Die trinken Mittags den ersten Wein, haben eine tolle Familie. Wenig Einkommen aber es reicht zum Leben. Die sind überglücklich. Finanzsystem? Weit weg. Wenn es zusammenbricht dreht die Welt sich dennoch weiter. Die Leben ein Leben, dass du wohl leben willst, es dich aber nicht traust oder dann insgeheim doch nicht willst.


    Bei deinen Ausführungen mache ich mit erneut Gedanken über deine psychische Standfestigkeit. Denk mal positiv!


    Edit:
    Sorry, aber die letzten Sätze können ja wohl nicht dein Ernst sein!

  • Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Nein,nur eine eine Antwortauswahl (!) auf "Deutschland,das Luxusland mit Luxusproblemen" - das ist Polemik!


    Dann schreibe ich mal ganz polemisch: Politik ist wie Fussball - alle regen sich über die miserablen Ergebnisse auf und wissen die genaue Antwort auf das Problem. Es selbst besser zu machen können dann aber erstaunlicherweise nur die wenigsten ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Dass wir einen Zusammenbruch des Finanzsystems locker-flockig wegstecken würden ist kaum anzunehmen. Was hat es für Arbeitnehmer in den USA bedeutet, dass kein Gehalt mehr kam? Wer nichts "auf der hohen Kante" hatte und sich nicht aus dem Garten hinter dem Haus ernähren konnte (für Großstädter wohl der Normalfall) stand ganz schön blöd da.


    ...was wohl auch daran lag, das viele extrem hohe Fixkosten angehäuft hatten, trotz geringem Einkommen (Immobilien-Hypothek, Auto per Ratenkauf, iPhone per Ratenkauf...).
    War es Eigenverschulden, oder haben die netten Versicherungsvertreter die Naivität ausgenutzt? Keine Ahnung, in jedem Fall lässt sich das amerikanische Modell nicht auf Deutschland übertragen.

    Dieser Account ist nicht mehr aktiv.

  • Autares, Du bist der klassische Fall von Zwangsoptimist, sorry.


    Buchtipp zu Weihnachten aus Deinem Vorzeigeland:
    Smile or Die. Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt


    Die Autorin war selbst auf Deinen Optimismusfilm, bis sie an Krebs erkrankte und gerafft hat, das jede Kritik und Angst mit Optimismus abgeschmettert wird. Übrigens auch eine der Ursachen der Finanzkrise, also krampfhaftes Ausblenden von potentiellen Problemen. Das ist schon kurz vor´m kollektiven Schweinebuchteffekt.


    http://www.amazon.de/Smile-Ide…r=1-1&keywords=Optimismus

  • Kannst du kurz zusammenfassen, wie man sich nach Ansicht der Autorin verhalten sollte?


    Edit:
    Und was meinst du mit "mein Vorzeigeland"?

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