Wie immer wird gerne vergessen, das Bayern und Co. jahrzehntelang durchgängig(!) "Nehmerländer" waren. So ist das halt mit der selektiven Wahrnehmung.
Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?
- Mephisto
- Geschlossen
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Original geschrieben von bernbayer
Über die wirtschaftliche Entwicklung in Bayern in den letzten 60 Jahren bist du ziemlich schlecht informiert. Auch in Bayern sind ganze Wirtschaftszweige weggebrochen, wie die Textil- und Porzellan-Industrie in Franken. Die Oberpfalz mußte den Niedergang der Maxhütte verkraften um nur einige Beispiele zu nennen.
Entschuldigung, zwischen diesem Strukturwandel und dem Strukturwandel an der Ruhr liegen Welten - zumal gleichzeitig die Industrie im Ruhrgebiet essentiell für die ganze Bundesrepublik war. Ganz abgesehen davon, dass ohne das Ruhrgebiet der Wiederaufstieg der europäischen Industrie nach 1945 nicht gelungen wäre.Von einer rückwärtsgewandten Industriepolitik zu sprechen, ist, wenn man sich Unternehmen wie ThyssenKrupp ansieht, einfach nur ein Witz.
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Original geschrieben von Timba69
Wie immer wird gerne vergessen, das Bayern und Co. jahrzehntelang durchgängig(!) "Nehmerländer" waren. So ist das halt mit der selektiven Wahrnehmung.
Erst wenn Du die salden seit bestehen des LFA als vergleichs- und argumentationsmaßstab heranziehst, wird ein schuh d'raus....[small]Oder i.a.W.: die sümmchen, die bayern einst gegeben wurden, waren die beste investition, die die damaligen geber je gemacht haben, wenn man dem gegenüberstellt, was sie nunmehr seit vielen jahren aus bayern kassieren....
Leider ist für bayern umgekehrt keinerlei ähnliche rendite zu erwarten, weder bei den in den LFA noch bei den in die europäische sch...uldenunion / nach GR gebutterten unsummen. Für bayern wäre es wirtschaftlich gesehen wesentlich rentabler, sich aus D und eu zu verabschieden (und eine union mit BW, CH und A zu bilden).[/small]
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Original geschrieben von Timba69
Wie immer wird gerne vergessen, das Bayern und Co. jahrzehntelang durchgängig(!) "Nehmerländer" waren. So ist das halt mit der selektiven Wahrnehmung.Da mußt du mal gegenüberstellen was Bayern bekommen hat und was es inzwischen gezahlt hat und den Saldo ziehen. Es ist nämlich so daß Bayern in einem Jahr bereits mehr bezahlt wie es insgesamt bekommen hat. Niemand will ja den Länderfinanzausgleich grundsätzlich völlig in Frage stellen. Dieser muß halt auf eine Art Hilfe begrenzt sein um z.B. einen Strukturwandel finanziell zu unterstützen damit man wieder ein wirtschaftlich erfolgreiches Bundesland wird und auf eigenen Beinen steht, aber nicht um sich bequem mit den Geldern des Finanzausgleich auszuruhen. Es kann nicht sein das man ständig nur die Hand aufhält und nichts selber dazu beiträgt wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Bundesländer die aufgrund ihrer Größe wirtschaftlich und finanziell nicht aus eigener Kraft über die runden kommen, müssen halt auch dazu bereit sein sich mit anderen Bundesländern zusammenzuschließen. So wie es zur Zeit läuft kann es nicht bleiben mit dem Länderfinanzausgleich. Der badenwürttenbergische Ministerpräsident Kretschmann, (Bündnis90/Die Grünen) hat völlig Recht wenn er von einen "Bescheuerten System" spricht.
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Ja. Da ist Bayern und alle anderen immer noch im Minus. Inflation und (gewachsene) Gewinne/Umsätze der Unternehmen nicht vergessen. Die könnten sich bloß von 1950 - 1986 und danach ansiedeln, weil dauerhaft Geld reinpumpt wurde.
Zudem: Ich finde es lustig, wenn relativiert wird. Fakt ist: Bayern war genauso Nehmerland, wie alle anderen auch. Warum Bayern das jetzt lächerlicherweise den anderen vorwirft, weiß nur die CSU, die im übrigen mal im eigenen Laden gründlich kehren sollte.
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Es geht doch garnicht darum das ein Bundesland auch mal Nehmerland war oder ist,sondern wenn diese nichts dafür tun da wieder herauszukommen indem man sich anstrengt und eine zukunftsweisende Wirtschafts- und Indhstrie-Ansiedlungs-Politik macht, statt so quasi im Dauerzustand Nehmerland zu bleiben und teilweise noch Wohltaten verteilen welche die Geberländer über den Finanzausgleich bezahlen, sich selbst diese aber garnicht leisten können.
Im Übrigen geht es da nicht nur um Bayern, auch BaWÜ und Hessen zahlen schon viele Jahre kräftig. Das sollte man der Fairness halber auch dazu sagen. -
Ja. Und waren genauso Nehmerländer.
Du scheinst nicht verstanden zu haben, das deine gepriesene Politik 30 Jahre brauchte, bevor demnächst mal ein möglicher Gewinn rausspringt; warum also jetzt auf die Griechen einprügeln? Wir Wähler haben es doch selbst gewählt.....
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Bedeutet das jetzt, dass Berlin auch mal bald zahlen wird, Timba?
Was tut denn Berlin, um nicht nur arm und sexy zu sein?
Flughafen bauen?
:p -
Nun, Berlin hatte im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern über 40 Jahre lang den tatsächlichen Nachteil, kein echtes Bundesland zu sein, sondern eine Vier-Mächte-Frontstadt; mit den dementsprechenden Folgen.
Haben das auch schon wieder alle vergessen? Im übrigen bekleckert sich weder Hamburg mit der Oper, Stuttgart mit dem S21, München mit dem S-Bahntunnel für 3,9 Milliarden (!) Euro oder Bayern mit dem damaligen Transrapid mit Ruhm, auch schon vergessen?
Ich sage es noch einmal, relativieren ist immer Sinnfrei.
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Zitat
Original geschrieben von Timba69
Nun, Berlin hatte im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern über 40 Jahre lang den tatsächlichen Nachteil, kein echtes Bundesland zu sein, sondern eine Vier-Mächte-Frontstadt; mit den dementsprechenden Folgen.Haben das auch schon wieder alle vergessen? .
Und das hat jetzt genau welche Auswirkungen deiner Meinung nach auf den Länderfinanzausgleich 25 Jahre später?

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