Orange Austria wird von Hutchison 3 Austria übernommen

  • Hutchison 3G Austria („H3G Austria“), eine Tochtergesellschaft von Hutchison Whampoa Limited, hat heute bekannt gegeben, dass ein verbindlicher Kaufvertrag über die 100-prozentige Übernahme von Orange Austria von Mid Europa Partners („MEP") und France Telecom unterzeichnet wurde. Im Zuge der Veräußerung werden bestimmte Frequenzen, Sendestandorte und geistige Schutz- und Urheberrechte, ebenso wie der Mobil-Discounter Yesss! Telekommunikation GmbH („Yesss!“), umgehend nach Verkaufsabschluss an die Telekom Austria Group („TA”) verkauft.


    Der Vertrag beziffert den Unternehmenswert von Orange Austria vor dem Verkauf von Vermögenswerten an die TA, auf rund 1,3 Milliarden Euro. Insgesamt erwirbt die TA die oben genannten Vermögenswerte in einem Umfang von 390 Millionen Euro. H3G Austria investiert damit insgesamt 0,9 Milliarden Euro und ist davon überzeugt, dass durch den Zusammenschluss langfristig Kosten- und Investitionssynergien im Wert von mindestens 500 Millionen Euro zu erzielen sind. Abhängig vom Erfolg des Integrationsprozesses hat H3G Austria eine Zahlung von bis zu 70 Millionen Euro an die MEP zwei Jahre nach Abschluss der Transaktion vereinbart.


    Mit rund 2,8 Millionen Kunden, einem Marktanteil von 22%, und gemeinsamen Erlösen von über 700 Millionen Euro im Jahr 2011, schafft der Zusammenschluss der beiden Unternehmen einen starken wettbewerbsfähigen Player am österreichischen Markt. Die Kunden von Orange Austria genießen in Zukunft das superschnelle 3MegaNetz sowie hohe Netzabdeckung und Netzqualität. In Zukunft profitieren alle 3Kunden von einer weiter steigenden Netzqualität sowie von Innovation und Service infolge des vergrößerten Frequenzspektrums, des erweiterten Vertriebsnetzes und der Effizienzgewinne, die der Zusammenschluss möglich macht.


    Die Genehmigung der Übernahme durch die Wettbewerbsbehörden wird Mitte 2012 erwartet. Bis dahin agieren H3G Austria und Orange Austria unabhängig am Markt.

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  • Hier noch ein Interview mit dem Chef von 3:


    3-Chef: "Wir werden weiter Gas geben" (Die Presse.com)


    Es gehen 750.000 Yesss-Kunden zu A1 - vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörde. Die neuen Marktanteile lauten dann A1 47 %, T-Mobile 31 %, Drei 22 %. Da ist also durchaus noch Motivation vorhanden, dem gestärkten Platzhirschen Kunden abzujagen.

  • An stelle der Kartellbehörden würde ich der übernahme von Yeeesss! durch den Martkführer nicht zustimmen.



    Ansonsten ist die sache noch ganz interessant in bezug auf e+ und o2, vielleicht wird sich ja noch was tun.

  • Zitat

    Original geschrieben von Kallenpeter
    Ansonsten ist die sache noch ganz interessant in bezug auf e+ und o2, vielleicht wird sich ja noch was tun.


    Trotz Nachbarschaft, in etwa gleicher Kaufkraft und Sprache ( :p ) kann man die Märkte absolut nicht vergleichen.

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 3AT // eSIM: o2 + Telekom + 1&1. Neu: [Meshtastic]

    Daheim o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Die Übernahme wird immer noch geprüft und es kommt daher zur Verschiebung bei der Frequenzvergabe zu den Frequenzbereichen 800/900/1800 MHz.


    http://derstandard.at/13347959…nge-Uebernahme-verschoben

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  • T-Mobile Austria verlangt Auflagen bei Übernahme von Orange


    Geplante Vereinbarungen verzerren Wettbewerb und bauen dominante Rolle des Marktführers stark aus



    Grundsätzlich hat T-Mobile Austria keine Vorbehalte gegen eine Marktkonsolidierung, die ja auch schon seit längerem erwartet wird. Die jetzt bei der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel angemeldete Übernahme von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria würde aber in der von den beteiligten Parteien geplanten Form zur massiven Verzerrung des Wettbewerbs zu Gunsten von Hutchison 3G sowie Marktführer A1 Telekom Austria führen. Darum hält T-Mobile den Zusammenschluss in der jetzigen Form für bedenklich.

    „Wir erwarten, dass die Behörden in Brüssel und Wien vor allem den Verkauf von Frequenzen und der Billigmarke Yesss! an die A1 Telekom Austria genau prüfen. In der jetzigen Form würde die Fusion Hutchison 3G sowie A1 inakzeptable Wettbewerbsvorteile beim Aufbau des LTE-Breitbandnetzes einräumen und T-Mobile stark benachteiligen. Außerdem würde die Dominanz des Marktführers durch die Übernahme der Yesss-Kunden beinahe auf 50 Prozent steigen, was nicht im Interesse des Wettbewerbs am heimischen Markt ist“, erklärt Robert Chvátal, CEO T-Mobile Austria.

    Aufgrund der Laufzeiten für seine 1800-Megahertz-Frequenzen und durch den Zuwachs an rund 4500 Basisstationen wäre Hutchison 3G nach der Fusion als einziger Betreiber in der Lage, ohne neue Frequenzen rasch ein breitflächiges LTE-Angebot anzubieten. Damit ergäbe sich ein eineinhalb bis zweijähriger massiver Wettbewerbsvorsprung.

    Gerade Business-Kunden sind jene Early Adopters, die besonders früh neue Technologie nutzen wollen, aber dann aus Gründen der geschäftlichen Kontinuität später zurückhaltend sind den Anbieter zu wechseln. „Die Erfahrung aus der seinerzeitigen Einführung von GSM in Österreich zeigt: Der rund zweijährige Vorsprung des damaligen Monopolisten mobilkom A1 gegenüber der erst später zugelassenen max.mobil führte zu einer übergroßen Dominanz bei Business-Kunden, die bis heute besteht“, sagt Chvátal.

    Dazu kommt, dass auch die Position von A1 Telekom Austria durch den beabsichtigten Verkauf von Frequenzpaketen (900 und 2100 MHz) im Wettbewerb weiterhin gestärkt wird. „Wir fordern daher eine umfassende Neuordnung von Frequenzen, damit auch nach einer Konsolidierung fairer und chancengleicher Wettbewerb zwischen den Betreibern herrscht“, sagt Chvátal.

    Skeptisch sieht T-Mobile auch den Verkauf von Kunden der Orange-Billigmarke Yesss! an A1 Telekom Austria. Damit würde der Marktanteil des Marktführers beinahe auf die 50-Prozent-Marke springen. Vor allem der Wettbewerb im Billigsegment würde dadurch deutlich eingeschränkt werden. Außerdem wird die ohne bereits bestehende Marktbeherrschung der A1 Telekom Austria im Festnetzbereich weiter zementiert, denn nach eigenen Angaben hat Yesss! auch 40.000 Festnetzkunden, die gleichfalls von A1 übernommen werden sollen. Chvátal: „Ohne Auflagen darf diese Übernahme nicht genehmigt werden. Wir erwarten auch, dass alle verantwortlichen Behörden im Sinne eines fairen Wettbewerbes den Sachverhalt einer sehr genauen Überprüfung unterziehen und keine übereilten Entscheidungen treffen.“


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    Übernahme von Orange Austria angemeldet


    • Offizieller Start der Wettbewerbsprüfung in Brüssel
    • Anmeldung bei Bundeswettbewerbsbehörde in Österreich zeitlich gestaffelt



    Hutchison 3G Austria hat am 7. Mai 2012 die Übernahme von Orange Austria bei der EU-Kommission in Brüssel offiziell angemeldet. Dieser Schritt markiert zugleich das Ende der vorhergehenden Prenotifikationsphase, im Rahmen derer Hintergründe und Details der Übernahme im Vorfeld erörtert wurden, um die eigentliche Wettbewerbsprüfung im Anschluss möglichst rasch durchführen zu können.


    „Mit der Anmeldung in Brüssel haben wir einen wichtigen Schritt im Übernahmeverfahren gesetzt und läuten nun die Prüfung des Deals auch offiziell ein“, so 3CEO Jan Trionow. „Ab dem Stichtag der Einreichung beginnt auf europäischer Ebene der Countdown für das Prüfverfahren zu laufen.


    Für die erste Stufe der Wettbewerbsprüfung (Phase 1) sind maximal 35 Arbeitstage seitens der EU-Kommission vorgesehen. Durch die bereits im Vorfeld erfolgte, intensive Abstimmung im Rahmen der Prenotifikationsphase streben die Parteien an, eine rasche und abschließende Bewertung der Übernahme bereits in Phase 1 erreichen zu können. Die Stufe der intensivierten und länger dauernden Wettbewerbsprüfung (Phase 2) soll damit vermieden werden.


    Separate Anmeldung in Österreich
    Die Anmeldung der Übernahme der yesss! bei der Bundeswettbewerbsbehörde wird durch Telekom Austria erfolgen. Da sich die Verfahren der Wettbewerbsprüfung auf europäischer und österreichischer Ebene in ihrer Dauer unterscheiden, wird die österreichische Anmeldung erst einige Wochen später eingebracht. Durch die zeitversetzten Eingaben in Brüssel und Wien soll gewährleistet werden, dass beide Verfahren ungefähr zeitgleich abgeschlossen werden können.


    „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Behörden von den Vorteilen des Vorhabens für die Kunden überzeugen können und hoffen auf eine positive Entscheidung bis Mitte des Jahres“, so Trionow und ergänzt weiter: „Auch sind wir davon überzeugt, dass die zuletzt angekündigte Verschiebung der LTE-Frequenzversteigerung in Österreich aufgrund eines rasch durchgeführten Verfahrens nur von minimaler Dauer sein wird.“

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  • Es gibt neues


    Presseinfo

    Wien, 28. Juni 2012

    Statement zur Prüfung der Yesss-Übernahme von T-Mobile

    T-Mobile Austria nahm heute zu dem von der BWB (Bundeswettbewerbshörde) mitgeteilten Prüfantrag beim Kartellgericht zur Übernahme von Yesss-Kunden durch die A1 Telekom Austria Stellung: „T-Mobile nimmt zur Kenntnis, dass man sich bei der Bundeswettbewerbsbehörde dazu entschlossen hat, beim Kartellgericht eine vertiefende Prüfung der Yesss-Übernahme durch A1 zu beantragen. Wir betonen, dass wir eine Konsolidierung am österreichischen Mobilfunkmarkt für notwendig halten, dies allerdings nur unter Sicherstellung von fairen Wettbewerbsbedingungen für alle verbleibenden Marktteilnehmer. T-Mobile vertraut darauf, dass dafür seitens des Kartellgerichtes Sorge getragen wird," erklärte Robert Chvátal, CEO T-Mobile Austria.


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    Hutchison 3G Austria bestätigt Phase 2 des Übernahmeverfahrens auf EU-Ebene


    * EU-Kommission hat vertiefende Prüfung eingeleitet
    * Hutchison 3G ist weiterhin zuversichtlich und erwartet positiven Ausgang
    * Enge Zusammenarbeit mit EU-Kommission wird fortgesetzt


    Hutchison 3G Austria GmbH („3“) bestätigt die Entscheidung der EU-Kommission von heute, wonach im Zuge der Übernahme der Orange Austria Telecommunication GmbH („Orange Austria“) Phase 2 des Prüfverfahrens eingeleitet wird. „Die Entscheidung der EU-Kommission hinsichtlich einer vertiefenden Prüfung nimmt in keinster Weise den finalen Ausgang des Verfahrens vorweg. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass die angemeldete Übernahme genehmigt wird“, so 3CEO Jan Trionow.


    3 hat während Phase 1 der Wettbewerbsprüfung offene und konstruktive Gespräche mit der Kommission geführt und wird weiterhin eng mit dieser zusammenarbeiten, um eine positive Entscheidung herbeizuführen. Das gemeinsame Unternehmen wird zu signifikanten Konsumenten- und Wettbewerbsvorteilen in Österreich führen. Dies gilt insbesondere bezogen auf den schnellen Roll-out eines flächendeckenden und hochleistungsfähigen LTE-Netzes in Österreich sowie hinsichtlich Kapazitäts- und Versorgungsverbesserungen für alle 3Kunden. Dadurch wird die Fähigkeit des gemeinsamen Unternehmens gesteigert, noch stärker im Vergleich zu anderen Betreibern in Österreich
    aufzutreten und einen wichtigen Beitrag für die Digitale Agenda der Europäischen Union zu leisten.


    Quelle: "3" PM vom 29.06.

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  • Hutchison macht Zugeständnisse damit Deal in trockenen Tüchern ist.

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  • Orange-Deal: So geht’s weiter


    Übernahme-Deal. Bei der 1,3 Milliarden € schweren Übernahme von Orange durch Hutchison 3G („3“) gehen viele Spieler in Stellung – nicht nur die drei betroffenen Konzerne. Das Szenario in 15 Schritten.



    Wien. Drei Mobilfunkbetreiber aktiv, einer passiv, die EU-Wettbewerbskommission, die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), das Kartellgericht, die Telekom-Regulierungsbehörde und neuerdings auch die heimischen Festnetzbetreiber spielen bei dem Orange-Übernahme-Deal allesamt gewichtige Rollen.

    Die Orange-Übernahme durch „3" mit dem gleichzeitigen Verkauf der Orange-Diskonttochter Yesss an die Telekom Austria wurde zwar schon im Februar bekanntgegeben. Der Deal liegt zur Prüfung bei der EU.

    Bis Ende Juni mussten die Details des Deals der EU-Wettbewerbskommission sowie der Bundeswettbewerbsbehörde in Wien gemeldet werden. Eine Zustimmung in dem mit wenigen Anbietern dominierten Markt ist daher umso schwieriger, weil der Hauptdeal - „3" kauft Orange - aufgrund der Größe (über fünf Milliarden Umsatz) der beteiligten Eigentümer Hutchison Whampoa und Orange-Miteigentümer France Télécom.

    Die Positionen und bedeutenden Eigenheiten des Deals im Überblick:

    1. Hutchison 3G. Für den Mischkonzern Htucison Whampoa aus Hongkong geht es darum mit seiner Österreich-Tochter im zehnten Jahr des Bestehens an Größe zu gewinnen: Mit der Orange-Übernahme würde der Marktanteil von derzeit zehn Prozent auf 22 Prozent erhöht. Telekom Austria (A1) hält bei 42 Prozent, T-Mobile bringt es auf 31 Prozent. Hutchison will eigenem Bekunden zufolge weiterhin der Herausforderer und Preistreiber sein. Und massiv ins neue LTE-Netz investieren.

    2. Orange Austria. Die Eigentümer France Télécom (35 Prozent) und Mid Europa Partners (65 Prozent) wollen unbedingt aussteigen. Die Franzosen haben Orange Austria bereits in der Bilanz bereinigt. MEP steigt mit einem blauen Auge aus und wird kaum Geld mit Orange verdient haben.

    Sollte der Deal untersagt werden, würde auch Orange weiteres Geld zuschießen müssen, was die Eigentümer unbedingt verhindern wollen. Noch vor der Neuvergabe der LTE-Frequenzen („Digitale Dividende") - spätestens im Fürhjahr 2013 - wollen die Orange-Eigentümer aussteigen.

    3. Telekom Austria. Ohne Yesss-Verkauf platzt die Übernahme von Orange - dies gilt bis zuletzt als unabdingbare Voraussetzung. Telekom Austria zahlt insgesamt 390 Millionen € für Yesss. Hutchison muss so nur rund 900 Millionen € finanzieren. Die Telekom könnte das Zünglein an der Waage spielen, wenn sie etwa im letzten Moment aus dem Vertrag aussteigt und Yesss doch nicht übernimmt.

    4. EU-Auflagen. Die Phase II der Überprüfung ist seit Anfang Juli im Gang. Die EU will unbedingt, dass die Zahl der Anbieter offen bleibt. Soll heißen: Konsolidierung von vier auf drei Netzbetreiber ist genehmigt.

    Gleichzeitig soll Hutchison 3G gegen deutlich herabgesetzte Interconnection Fees neuen Dienstleistern (ohne eigene Netzinfrastruktur, Masten und Funkstandorte) den Netzzugang ermöglichen. Virtuellen Netzbetreiber - Mobile Virtual Network Operator (MVNO) - soll der Einstieg in Österreich somit ermöglicht werden.

    Bis 27. November wurde die Prüfungsfrist (Phase II) verlängert.

    5. MVNO. Ein neues Zauberwort hat die EU für den Deal aus der Wundertüte gezogen. Die EU-Wettbwerbsbehörde will mit neuen Anbietern in Österreich einen funktionierenden Wettbewerb im Sinne der Konsumenten sichern.

    Diese Auflage wurde von den heimischen Mobilfunkanbietern im Vorfeld nicht erwartet. Sie hofften mit der Konsolidierung von vier auf drei Netzbetreibern wieder „einmal durchatmen" zu können - vor allem war die Hoffnung groß auf zumindest nicht sinkende Umsätzen und Margen.

    Erste Interessenten stehen ante portas: Tele2 hat dem WirtschaftsBlatt exklusiv bestätigt, den Wiedereinstieg als MVNO zu planen, eventuell später sogar mit einem eigenen Netzausbau zu beginnen und im Rahmen von National Roaming mit anderen Netzbetreibern zu kooperieren. Kabelbetreiber - und TV-Anbieter UPC soll ebenso MVNO-Absichten haben. „Kein Kommentar", heißt es offiziell bei UPC.

    6. T-Mobile Austria. „Passiv" beteiligt ist der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber. Sollte durch den Deal eine Benachteiligung entstehen - etwa durch unverhältnismäßige Verteilung von Frequnezen, die zu Benachteiligungen führen können, wird T-Mobile Einspruch erheben. T-Mobile hat in dem Orange-Deal Parteienstellung.

    Die Konsolidierung unterstützt die Deutsche-Telekom-Tochter im Rahmen der „Waffengleichheit" - sprich faire Verteilung der Frequenzen - dem "Rohstoff" der Mobilfunkindustrie.

    T-Mobile hatte erst im Jänner 2012 ein National-Roaming-Abkommen mit Hutchison abgeschlossen, was den Goodwill beider Parteien signalisieren sollte, noch bevor Hutchison die Orange-Übernahme Mitte Februar 2012 bekanntgegeben wurde.

    7. Frequenzen/Standorte. Keine Rolle spielt für die EU-Kommission derzeit offenbar die Neuverteilung der Frequenzen, die mit dem Deal einhergehen. Dies wird von Mobilfunkexperten, aber auch vor allem von T-Mobile kritisiert. Zur Phase I hatten sowohl Hutchison als auch Orange Zugeständnisse gemacht. Telekom Austria war außerdem bereit Standorte und Masten abzugeben.

    Inwieweit die Abgabe von Frequenz-Spektren (gegen Zahlung) an T-Mobile in den Zugeständnissen verbrieft wurden, ist nicht bekannt. T-Mobile musste bei der 1,3 Milliarden € schweren Übernahme von Tele.ring im Jahr 2005 ebenso als EU-Auflage Frequenzen an die Konkurrenten abgeben. Die EU hatte fast neun Monate den Deal geprüft.

    8. Telekom-Regulator. Die heimische Telekom-Regulierungsbehörde hat ebenso ein gewichtiges Wörtchen bei Übernahme-Deals mitzureden. Sie wacht über die Frequenzen und wird der EU sowie der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ihre Vorstellungen darlegen.

    9. Bundeswettbewerbsbehörde/Kartellgericht. In Phase I war die BWB noch mit der Übernahme von Yesss durch Telekom Austria betraut. Die BWB hatte moniert, dass die TA nicht die notwendigen Zugeständnisse bereit war.

    In Phase II wurde der Fall an das Kartellgericht weitergegeben. Die BWB hatte versucht auch den Hauptdeal Hutchison/Orange nach Wien zu bekommen. Die EU hatte bis zuletzt abgewunken.

    10. Markt-Neuordnung. Der Orange-Übernahme-Deal ist ebenso im Lichte des gesamten Telekom-Marktes in Österreich zu sehen - also nicht nur für den Mobilfunk. Mit MVNO sollen neue Anbieter ermuntert werden Mobilfunkdienste anzubieten.

    Tele2 und UPC könnten mit MVNO ihre Produktpalette als Festnetzanbieter erweitern und mit attraktiven kompletten Produktbündeln künftig der Telekom Austria im Festnetz/TV-Geschäft auch Handydienste „aus einem Guss" anbieten.

    11. EU-Musterverfahren. Für die EU-Kommission soll mit der „Causa Österreich" für die streng regulierten Telekom-Märkte der EU außerdem ein Exempel statuiert werden.

    Die EU will jedenfalls verhindern, dass die Liberalisierung wieder zurückgedreht wird und pro EU-Land mit nur drei Anbietern Oligopole entstehen - wo Anbieter durch Frühstückskartelle oder angepasstes Verhalten Preisabsprachen treffen können. Der Investitionsschutz der Konzerne und die damit verbundenen Jobs ist für die EU zweitrangig - hinter dem Schutz des Konsumenten.

    Die Zustimmung zum Übernahme-Deal werden die EU-Kommissare letztlich gemeinsam treffen.

    12. Break-up-Fee/Exit Telekom Austria. Die MVNO-Pläne der EU-Kommission standen hatten die am Orange-Deal beteiligten drei Netzbetreiber nicht auf ihrer Rechnung. TA-Chef Hannes Ametsreiter bestätigte vorige Woche dem WirtschaftsBlatt, dass man sich nun aufgrund der MVNO-Auflagen und damit neuer potenzieller Wettbewerber „alle Optionen offen hält".

    Soll heißen: Sollten die von der EU vorgegebenen Interconnection Fees für MVNO so tief sein, dass sie ohne Investitionen auf den Zug aufspringen können, könnte die TA noch aus dem Yesss-Deal aussteigen. Zuvor heiße es in Telekom-Kreisen, Yesss sei kein „must-have". Beim Ausstieg der Telekom wäre eine Break-up-fee - Pönnale/Vertragsstrafe - fällig, die die TA an Hutchison zu zahlen hätte.

    Die Höhe der Pönnale wurde nicht bekanntgegeben. Hutchison pocht auf Einhaltung des Vertrags, den die TA mit Hutchison unterzeichnet hat. „wir haben mit de rTelekom einen Vertrag", sagt Hutchison Whampoa-Chef Canning Fok.

    13. Platzen des Deals. Sollte der Deal im letzten Moment nicht zustande kommen, würde es vorläufig mit vier Netzbetreibern in Österreich weitergehen. Hutchison hat angekündigt, das Tempo beim Netzausbau und somit die Investitionen zurückzudrehen. Bei Orange würde es irgendwie weitergehen - mit Nachschüssen der Eigentümer.

    Für alle vier beteiligten Netzbetreiber ist ein Platzen des Deals das ungünstigste Ergebnis - vor allem im Hinblick der bevorstehenden Investitionen für neue Frequenzen („Digitale Dividende") und Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für die Netzerneuerung für die 4. Mobilfunkgeneration LTE.

    14. Digitale Dividende. Im Herbst sollten neue Frequenzen für die 4. Mobilfunkgeneration vergeben werden. Angesichts der Verzögerungen der EU-Prüfungen beim Kauf von Orange durch Hutchison gehen Experten von einer Vergabe der Frequenzen im Frühjahr 2013 aus - außer der Deal wird von der EU schon bis Ende September genehmigt. Dann könnte die Frequenzvergabe noch 2012 starten.

    15. Nachverhandlungen. Hutchison will den Deal unbedingt durchziehen, so schnell wie möglich - gegebenenfalls auch wenn die Telekom Austria den Yesss-Deal platzen lässt.

    Die Orange-Eigentümer France Télécom und Finanzinvestor MEP haben den Deal schon gedanklich abgehakt und wollen ebenso raus - noch bevor Gelder für LTE-Frequenzen und Netzausbau notwendig werden.

    Offiziell wird über ein Platzen der Verhandlungen und des Deals noch nicht gesprochen. „Alles ist verhandelbar", sagt ein involvierter Telekom-Experte.



    http://www.wirtschaftsblatt.at…ts-weiter-527857/index.do

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  • Pressemitteilung der T-Mobile Austria

    Wien, 29. August 2012

    „Virtuelle Betreiber“ nicht ausreichend als Auflage für 3-Orange-Fusion

    • Ohne Quersubvention aus anderen Diensten sind virtuelle Mobilfunkbetreiber nicht konkurrenzfähig
    • T-Mobile Austria drängt auf faire Aufteilung des frei werdenden Frequenzspektrums und der Stationen
    • Ohne Neuordnung bis zu zwei Jahre Vorsprung bei LTE für Drei und A1


    Die verpflichtende Zulassung von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO, Mobile Virtual Network Operators) als Auflage für die Genehmigung der Übernahme von Orange durch Hutchison 3G (Drei) sieht T-Mobile Austria nicht als ausreichende Maßnahme zur Sicherung fairen Wettbewerbs. Für T-Mobile ist die Frage der Neuordnung der Frequenzen im Zuge der Übernahme ebenso wie der Netzwerk-Standorte (Network Sites) entscheidend dafür, dass zwischen den Netzbetreibern Chancengleichheit herrscht.

    „Unsere Hauptsorge gilt dem Umstand, dass sowohl Drei als auch A1 nach der Übernahme von Orange bzw. der Diskontmarke Yesss! bessere Voraussetzungen für den raschen anschließenden Ausbau von LTE haben als T-Mobile Austria“, sagte Robert Chvátal, CEO von T-Mobile Austria, bei einem Pressegespräch bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen am Mittwoch. „Diese Aspekte haben offensichtlich jedoch für die EU aktuell keine Relevanz, da die Kommission in virtuellen Betreibern scheinbar das Allheilmittel für die Sicherstellung von Wettbewerb sieht.“

    Ohne begleitende Auflagen bei der Neuverteilung von Spektrum und Sendestandorten werde der Wettbewerb in Österreich nachhaltig beeinträchtigt, bekräftigte Chvátal die bereits früher dargelegte Haltung von T-Mobile Austria. Kommt es zu keinen Änderungen, dann könnten Drei sowie A1 aufgrund ihrer verfügbaren Frequenzen nach der Übernahme rasch mit dem Aufbau der nächsten Mobilfunkgeneration LTE beginnen. Die, ohnedies durch den Zusammenschluss bereits verschobene, Frequenzauktion kann den dadurch entstehenden Nachteil von T-Mobile Austria nicht ausgleichen. Vor allem im Datenbereich würde dies Drei und A1 einen wesentlichen Konkurrenzvorteil von rund zwei Jahren bringen. Damit würde sich der Datenmarkt auf einen Zweibetreiber-Markt reduzieren.

    Dazu kommt, dass die von Drei angebotenen Wholesale-Preise für virtuelle Betreiber diesen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum erlauben, mit den ohnehin niedrigsten Endkundenpreise in der EU mitzuhalten. Auf Basis der Annahme eines durchschnittlichen Kundenverhaltens (Pauschaltarife mit 1000 Minuten, 1000 SMS und unlimitiertem Internet, aktuell bei Orange 7,50 Euro; vergleichbare Tarife gibt es auch bei T-Mobile/tele.ring und A1/Bob) ist es für einen MVNO nicht möglich einen gleichwertigen Preis anzubieten, ohne dass er dadurch einen negativen Deckungsbeitrag erwirtschaftet.

    Niedrigere Preise wären darum nur möglich, wenn ein virtueller Betreiber wie beispielsweise UPC sein Mobilangebot durch andere Produkte wie Festnetz und TV quer subventionieren kann. Anreize für einen echten Marktneueinsteiger sind jedoch nicht gegeben. „Wir glauben, dass ein fairer Wettbewerb zum Vorteil der Konsumenten nur durch eine Neuordnung des Frequenzspektrums und Neuverteilung der Sendestationen mit drei nachhaltig starken Konkurrenten am heimischen Markt gesichert werden kann“, erklärte Chvátal.

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