Fernstudium an Hochschule mit 40 beginnen - Erfahrungen ?

  • Hallo allerseits,


    vielen Dank für die ganzen Beiträge, die sich ernsthaft mit meiner Frage auseinander-gesetzt haben (waren ja alle :) )


    Ja, das ist ein echt schwieriges Thema und es wir schwieriger, je älter man wird.


    Hier noch ein paar weitere Infos, zur Einschätzung meiner Situation...


    Ich arbeite in einem kleinerem mittelständischem Unternehmen. Bin dort seit ca. 7 Jahren, habe einen relativ sicheren Job (soweit man das heutzutage sagen kann), und fühle mich einigermassen wohl. Suche also nicht zwanghaft nach einem neuen Job. Allerdings habe ich im Hinterkopf, in ein paar Jahren aus privaten Gründen in eine andere Region Deutschlands zu ziehen, was automatisch einen Jobwechsel mit sich bringen würde, da unser Unternehmen dort keine Niederlassung o.ä. hat.


    Desweiteren wird Fortbildung seitens des Arbeitgebers nicht wirklich gefördert. Ausser etwa, der Chef hat konkret etwas mit dem jeweiligen Mitarbeiter vor. Wenn dieser aber seinen Job gut erfült, warum dann etwas daran ändern...


    Persönlich fällt es mir nicht leicht, die ca. 13.000 - 15.000 Euro, die ein Dipl. (FH) oder Bachelor Sc. bei AKAD, Euro-FH, SRH, FOM... kostet, zu investieren. Daher muß das gut überlegt sein. Ich denke aber, dass diese Investition selbst ohne große Karrieresprünge sich auszahlen sollte, da das Geld bei einer mittleren Verbesserung des Gehalts, nach ein paar Jahren wieder drin ist (klar, wenn alles normal verläuft). Nicht zu vergessen, dass auch evtl. mehr Beiträge in die Rentenkasse gehen. Arbeitslos war ich bisher übrigens noch nie.


    In einem Punkt bin ich langsam weitergekommen, glaube ich. Ich werde Abstand von eher idealistischen Studiengängen, wie z.B. Soziologie, nehmen. Nur WiWi an der Fernuni Hagen bleibt auch irgendwie interessant. Kürzlich hatte ich bspw. eine Stellenanzeige gelesen, in der konkret ein Praktiker mit einer solchen Fortbildung gesucht worden ist, von einer IHK als Referatsleiter.


    Vielleicht sollte ich mir einfach mehr zutrauen, und mich ggf. auch auf "Neuland" einlassen. Der Arbeitsmarkt ändert sich möglicherweise auch, wenn in einigen Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung tendenziell wieder eher Arbeitskräfte fehlen sollten.


    Edit: ich hatte nach der Schule ursprünglich begonnen, Politologie, Soziologie und Philosophie auf Magister zu studieren. Dieses Studium habe ich damals zu leichtfertig aus finanziellen Gründen abgebrochen. Daher wurmt mich das bis heute.

  • Re: Re: Fernstudium an Hochschule mit 40 beginnen - Erfahrungen ?



    Ich erwarte keinen Zuwachs an Prestige, dieser Selbstzweck ist überhaupt nicht das Thema. Und irgendwelche Naivität in dieser Hinsicht habe ich schon lange abgelegt ;)


    Der Punkt, sich allerdings eher in seinem Beruf zu spezialisieren oder in einem bestimmten Bereich zu vertiefen, ist auch eine Möglichkeit, das Thema anzugehen. Genau da liegt für mich die Krux.


    Das Ausland ist übrigens aus privaten Gründen jetzt nicht unbedingt das Thema. Ausser evtl. irgendwann ein Umzug nach Skandinavien, meiner zweiten Heimat. Allerdings fehlen mir da bisher komplett die Sprachkenntnisse :rolleyes:

  • Re: Re: Re: Fernstudium an Hochschule mit 40 beginnen - Erfahrungen ?


    Zitat

    Original geschrieben von Melone
    Das sehe ich ähnlich. Sowas macht man ja nur für den Namen auf irgendeinem Papier. Meiner Meinung nach ist die Mär von guten Schulabschlüssen und tollen Titel in Deutschland die größte Lüge und Sklaverei, die es hier überhaupt gibt. Wenn Du die letzten Jahre nicht dauerhaft arbeitslos warst und eine gewisse Persönlichkeit hast, kannst Du auch das kriegen, was Du denkst nur mit ein paar schönen Titeln zu erreichen. Wenn ich da manche Leute sehe, die sich auf Stellen bewerben und sich leider so hinter ihrer Berufserfahrung und irgendwelchen Titeln und Zertifikaten verstecken und sich selbst dabei völlig vergessen, wird mir regelmäßig schlecht. Es kommt auf einen selber an, nicht auf das, was seine berufliche Identität auf dem Papier auszumachen scheint.


    Leider ist die Wichtigkeit Titel vorweisen zu können, gerade in Deutschland stärker ausgeprägt als in vielen anderen Ländern. Zudem setzt sich der Trend hierzulande so fort. Ohne irgendwelche akademischen Abschlüsse etwas zu erreichen, ist schwieriger geworden.


    Trotzdem gebe ich vollkommen Recht, was die Punkte Persönlichkeit und berufliches Können betrifft.

  • @ Bloghaus:


    Bitte benutze den Edit-Button, um Mehrfachpostings zu vermeiden.

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!