Bochum ist vergessen - her mit dem neuen Nokia Handy

  • Zitat

    Original geschrieben von !ND
    NICHT wenn es unterm strich kosten bedeutet - egal ob quantifizierbar oder nicht. Keiner macht eine kampagne wenn er sich davon nicht (zumindest langfristig) erfolg verspricht.
    Ansehen, ethik, moral, mitarbeiterzufriedenheit, kundenzufriedenheit - ist alles sehr wichtig - aber nur um dem eigentlichen ziel zu dienen - kohle machen.


    Das bestreitet ja niemand. Aber es kann nicht angehen, das man eben auf einige dieser Werte pfeift, nur um 0,01% mehr Gewinn zu erzielen. Und auch wenn wir in Zeiten leben, in denen schnell vergessen wird - ich sehe das anders (was mein gutes recht ist ;) ). Ich finde es schade, das, ebenso wie in der Politik, die heutige Bevölkerung hier und auch in anderen Industriestaaten so viel über sich ergehen lässt. JAmmern kann jeder, aktiv werden scheinbar nur ganz wenige.


    Zitat

    Billig ist gefragt - momentan mehr denn je. Die konsumenten haben keine ansprüche, hauptsache es kostet wenig. Beispiel handies - fragiles plastik mit lebensdauer von ein paar monaten.


    In Europa sicher nicht so ausgeprägt wie vor 3-4 Jahren. In bestimmten Warengruppen gilt das sicher noch ("DVD Player 19 Euro? Bin ich dabei."), in vielen anderen Bereichen nicht (eigentlich alles über 100 Euro). Durch das Internet hat sich in einigen (Otto-Normal-Verbraucher-)Köpfen was getan, man informiert sich vermehrt vorab oder schaut sich Tests ans.



    Au revoir...

    "A day without laughter is a day wasted." - Charlie Chaplin


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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Das bestreitet ja niemand. Aber es kann nicht angehen, das man eben auf einige dieser Werte pfeift, nur um 0,01% mehr Gewinn zu erzielen.


    Der Gewinn wird deutlich mehr als 0,01% sein, das ist der Punkt. Schau dir die Löhne hier und in anderen Ländern an und dann wird klar, dass mit keinem Engagement der Welt, mit nicht nochsoviel unbezahlten Überstunden oder Identifikation des Mitarbeiters mit seiner Firma und nochsoviel Qualität eine Produktion in Deutschland so rentabel sein kann wie z.B. in Bulgarien.


    Da sind Spielchen mit Lohnverzicht oder niedrigen Abschlüssen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und wenn eine Firma behauptet, dass durch diese Maßnahmen eine Produktion erstmal in Deutschland gehalten werden konnte, dann lügt sie und hatte nie vor, im billigen Ausland zu produzieren sondern benutzte dieses Argument nur zum drücken.


    Wer auf maximalen Profit aus ist wird niemals hier produzieren. Daher habe ich Hochachtung von denen, die das nachwievor machen. Sie könnten deutlich bessere Zahlen erzielen, wenn sie im Ausland produzieren würden.


    Dass die Qualität leidet und mehr Ausschuss entsteht ist dabei schon locker einkalkuliert.


    Solange die sozialen Unterschiede weltweit so sind wie sie sind, wird Deutschland keine Chance haben, was Produktion angeht. Da kann man nur hoffen, dass die Länder, in die heute geflüchtet wird, so aufsteigen, dass es sich irgendwann wieder lohnt, eine Produktion in Deutschland zu lassen. Doch davon sind wir heute noch weit entfernt.


    Zitat

    Original geschrieben von DJ Wisdom
    In Europa sicher nicht so ausgeprägt wie vor 3-4 Jahren. In bestimmten Warengruppen gilt das sicher noch ("DVD Player 19 Euro? Bin ich dabei."), in vielen anderen Bereichen nicht (eigentlich alles über 100 Euro). Durch das Internet hat sich in einigen (Otto-Normal-Verbraucher-)Köpfen was getan, man informiert sich vermehrt vorab oder schaut sich Tests ans.


    Das ist doch ganz einfach. Solange noch genügend Geld in den Taschen der Verbraucher ist, solange kann man diese melken. Diesbezüglich warte ich noch auf die europaweite harmonisierung. :D


    Wer genügend Geld hat, der wird auch auf Qualität achten und diese bezahlen. Das dumme dabei ist allerdings, dass man hier für ein und den selben Artikel teilweise erheblich mehr bezahlen darf, als in unseren Nachbarländern. Wir finanzieren damit die anderen letztendlich mit. Durch den Euro, der uns als Endverbraucher eher Negatives als Positives gebracht hat und Europa, können wir aber nun wenigstens über die Landesgrenzen hinaus einkaufen ohne Angst vor dem Zoll haben zu müssen. Dann weicht man eben mal auf England aus und wundert (freut?) sich, dass ein Produkt dort (bei mir gerade aktuell) inkl. aller Kosten satte 30% günstiger gekauft werden kann. Warum kümmert sich die EU nicht auch um solche Fehlstellungen?

  • Zitat

    Original geschrieben von cold_case
    Ich werde im Leben kein Nokia mehr kaufen.
    Bin halt auch Bochumer.


    :rolleyes: Super, dass du für dieses fundierte Statement einen 1,5 Monate alten Thread hervorkramst!

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    :rolleyes: Super, dass du für dieses fundierte Statement einen 1,5 Monate alten Thread hervorkramst!


    Naja, komm. Die Vorsätze haben wenigstens so lange gehalten. Das ist nicht bei allen so :p

  • Hand aufs Herz:


    Wenn ich daran denke wie es den Menschen in Rumänien und wie es uns (nimmer zufrieden) geht, dann bin ich seit Fall "Bochum" noch ein größerer Symphatisant von Nokia geworden.


    Zudem ist das eine gute Lektion für den Staat ihre Subventionen sinnvoll einzusetzen. Ich sage da nur die Millionen für NDP-Unterstützer Müller von Müllermilch.


    Ich habe eine Reportage über Rumänien gesehen und habe mich dafür geschämt, daß Leute sich hier aufregen, daß Nokia nach Rumänien ausgewichen ist....


    Fazit: Nokia E66 !!!

    Chaos ist keine Theorie, sondern Tatsache: Schau dir nur Windows an!


    Vertrauensliste: 9 Einträge

  • Zitat

    Original geschrieben von Persia
    Zudem ist das eine gute Lektion für den Staat ihre Subventionen sinnvoll einzusetzen.


    :top:


    Du sagst es!


    Ich kann es nur gebetsmühlenartig wiederholen: im Jahr 2007 waren die Einnahmen aus Einkommenssteuer aka Lohnsteuer genauso hoch wie die Ausgaben für staatl. Subventionen.......


    Außerdem stellt sich immer noch die Frage, warum die Leute keine/ schwer eine neue Stelle finden.


  • Na ja wenn man davon absieht das die aktuelle Common Rail Produktion bei VW zu 40% von Leiharbeitern gefahren wird.
    Stundenlohn von 7-13 €.
    Die wenigsten "BAndaffen" haben HT 1 und müssen mehr als 30 Stunden Arbeiten.
    Auch bei VW gilt der Geiz ist Geil...
    Ist schon Lustig von was für Leuten die Motoren/Autos zusammengebaut werden.
    Friseure, Klempner, Köche, ungelernte etc...


    Aber Gut jeder will ja BILLIG...


    Gruss MAtchacom

    Wer mit halb gefülltem Tank die doppelte Strecke fahren will, ist ein Idiot. Wer mit halbem Etat doppelte Ergebnisse erzielen will, ist ein Finanzvorstand.

  • Tja ich sehe schwarz in sachen "made in germany", wenn das so weiter geht....und ich bin bestimmt kein pessimist

    Chaos ist keine Theorie, sondern Tatsache: Schau dir nur Windows an!


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  • Zitat

    Original geschrieben von Matchacom
    Friseure, Klempner, Köche, ungelernte etc...
    Aber Gut jeder will ja BILLIG...


    Also ich würde Friseure, Klempner & Köche nicht mit "Ungelernten" in einen Topf werfen.


    Der Punkt ist imho eine ungeliebte Wahrheit: es gibt mehr Menschen in D, als Arbeit da ist, und "wir Deutsche" sind auch nicht allumfassend die besten auf dem Planeten.


    Ansonsten ist Deutschlands Grundlage wie schon von Charly82 angesprochen der Mittelstand etc. und nicht die Handvoll "großer" Firmen, um deren Entlassene sich publikumswirksam gekümmert wird. Solange sich Beamte und Politiker in besseren Angestelltenverhältnissen um unsere Zukunft kümmern wird es nichts....Die Frage ist glasklar, wo das Geld herkommt und nicht, wie es verteilt wird...

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