Das eigentlich Schlimme an der ganzen Sache finde ich, dass die Vorstände sich nur ins Fäustchen lachen können. Von denen ist und wir dnämlich NIE einer arbeitslos sein oder bleiben wenn er nicht will. Schlimm ist es für den kleiner Arbeiter der mit seinem Gehalt eine Familie durchbringen muss.
Das stösst mir immer wieder bei solchen Sachen unangenehm auf.
Ich weiss von einem Bekannten, dass es in seiner Firma einen Stellenabbau gab (kurze Zeit später hat sich der Vorstand das Gehalt erhöht) und genauso war es bisher üblich, dass jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hatte ein Auto über die Firma zu bekommen. Das soll demnächst abgeschafft werden. Vorstand (eine Person davon) fährt drei Autos auf Firmenkosten.
Diskussion: Boykott gegen Siemens / BenQ
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Original geschrieben von MTT
sondern Unternehmen, die - wie hier - gezielt Firmenteile ausgliedern und verkaufen, um diese anschließend in die Insolvenz führen zu lassen und Arbeitnehmer loszuwerden.Was sollen sie denn machen? Der Sumpf aus Gewerkschaften, Betriebsrat und sozialer Gesetzgebung verhindert doch effektiv, daß solche unumgänglichen Schritte anders, sprich normal, durchgeführt werden.
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Original geschrieben von MTT
Es kann aber nicht sein, daß Großkonzerne wie Siemens Personal abbauen, nur um die eigenen Gewinne (und die Vorstandsgehälter) zu maximieren.Nicht? :eek: Das ist Marktwirtschaft lieber Darmstädter.
Außerdem passt Polemik hier nicht unbedingt her. Das Thema Vorstandsgehälter wurde nun doch genug und in allen Facetten ausgeschlachtet.
ZitatUnternehmen haben auch eine soziale Verantwortung und haben die gesellschaftliche Verpflichtung, Arbeitsplätze zu schaffen / zu erhalten.
Richtig. Nicht umsonst ist Siemens einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland! Mit 'Übernahmegarantie' nach der Lehrzeit.
Wie passt denn da
ZitatUnd Unternehmen, die diese Verantwortung mit Füßen treten bzw. gezielt und mit voller Absicht Arbeitnehmer "freisetzen", nur um Gewinne zu maximieren, sollte man / werde ich so gut wie möglich boykottieren.
dazu?
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Original geschrieben von Almeyda0711
Der Kündigungsschutz bewirkt nicht nur, dass Stellen erhalten werden, Nebeneffekt ist dass sich Unternehmen 2x überlegen ob sie neue Stellen schaffen. Wer als Unternehmer in guten Zeiten Leute einstellt, hat in Schlechten das Problem die Mitarbeiter wieder "loszuwerden".
Daher bietet sich doch gleich die Möglichkeit, die Stelle im Ausland zu schaffen, wo man solche Probleme nicht hat.Dies passt aber nicht mit der deutschen (Beamten-) Mentalität zusammen, bei der jeder Mitarbeiter seinen Job gerne auf Lebenszeit hätte und so eine hohe Zukunftssicherheit (errinnert mich an Japan, bei denen das besonders ausgeprägt war)
Das ist aber längst schon nicht mehr die Realität. Die Realität ist daß es die tollen Schutzregeln für Arbeitnehmer zunehmend nur auf dem Papier gibt.
Faktisch stellen Unternehmen neue Mitarbeiter wenn überhaupt nur noch mit befristeten Verträgen ein, man muß also nach 6 Monaten offizieller Probezeit darum fürchten ob der Vertrag nach 1 Jahr verlängert wird. Faktisch fühlt man sich das ganze Jahr über als sei man in der Probezeit.
Nach dem 1. Jahr wird der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, und auch da muß der Mitarbeiter darum fürchten 12 Monate später wieder auf der Straße zu stehen. De facto hat man 2 Jahre Ungewißheit und eine Situation, die der einer Probezeit entspricht.Besonders schlimme Unternehmen schmeissen die Mitarbeiter nach den 2 Jahren tatsächlich raus und holen sich den nächsten Mitarbeiter, und das Spiel beginnt von neuem.
Außerdem ist es inzwischen eine weit verbreitete Unverschämtheit daß Menschen als Praktikanten angestellt werden, dabei handelt es sich aber um ausgelernte Kräfte, die zum Nulltarif (!!!) arbeiten.
Offensichtlich ist es eben gerade nicht so wie von Dir angenommen, daß der Kündigungsschutz hierzulande zu streng wäre, sondern er wird de facto schon jetzt völlig untergraben. Wenn dann jetzt noch weitergehende Freigaben stattfinden - dann gute Nacht.
Bei 5 Millionen Arbeitslosen können sich die Unternehmen wie im Schlaraffenland Mitarbeiter aussuchen, sind in einer besonders starken Situation. Wenn also jemand Schutz braucht, dann Arbeitnehmer - und nicht Arbeitgeber.
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Original geschrieben von Printus
Außerdem ist es inzwischen eine weit verbreitete Unverschämtheit daß Menschen als Praktikanten angestellt werden, dabei handelt es sich aber um ausgelernte Kräfte, die zum Nulltarif (!!!) arbeiten.Bei Siemens arbeitet kein einziger Praktikant zum Nulltarif (!!!).
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Muß Printus da voll zustimmen. Seit Jahren wurde die Möglichkeit wesentlich erleichtert, Zeitarbeitsverträge zu schlißen, wovon rege Gebrauch gemacht wird. Damit wird der Kündigungsschutz ja de facto unterlaufen. Dennoch hat dies nicht dazu geführt, daß mehr Arbeitsplätze entstanden sind. Das Argument, die Lockerung (oder gar die Abschaffung) des Kündigungsschutzes würde zu mehr Arbeitsplätzen führen, hat sich somit in der Praxis nicht gezeigt und ist einfach nur absurd.
ZitatOriginal geschrieben von bambi05:
Bei Siemens arbeitet kein einziger Praktikant zum Nulltarif (!!!).
Aber sicherlich auch nicht zum Tariflohn eines "normalen" Arbeitnehmers!
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Original geschrieben von drago
Aber sicherlich auch nicht zum Tariflohn eines "normalen" Arbeitnehmers!Wo behaupte ich erstens das? Und zweitens sind Praktika rein von der Definition her keine normalen Arbeitsplätze.
Aber die Diskussion gehört hier beim besten Willen nicht mehr her.
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Original geschrieben von bambi05
Wo behaupte ich erstens das? Und zweitens sind Praktika rein von der Definition her keine normalen Arbeitsplätze.Nein, aber das hält sehr viele Unternehmen nicht davon ab Praktikanten für Tätigkeiten einzusetzen, die eigentlich einen bezahlten (Vollzeit-)Arbeitsplatz darstellen.
Siemens hat vielleicht keine unbezahlten Praktikanten, dafür aber definitiv schlecht bezahlte Mitarbeiter aus Zeitarbeitsfirmen auf Positionen, wo wesentlich besser bezahlte eigene Mitarbeiter abgebaut werden. Ich könnte Dir konkret Stellen nennen wo es so läuft.
Auch das finde ich verwerflich.
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Original geschrieben von OTiZ
Ich bin dabei, wobei mirs auch nicht sondelrich schwer fällt :D. Meine ersten Handys für 13 Jahren waren Siemens, danach keine mehr. Auch so hat Siemens wenig, was mit interessiert kann. ...
...Dann aber auch bitte konsequent boykottieren:
- Bitte keinen ICE oder ander Fahrzeuge der Siemens Transportation Systems (TS) benutzen,
- Vorsicht bei dem Strom aus der Steckdose, da könnte die Siemens-Tochter HSP ihre Finger im Spiel haben,
- Ampeln bitte auch meiden, könnte die Siemens Intelligent Traffic Systems
hinterstecken,- Schnell im Auto schauen, ob da nicht ein Tacho von Siemens VDO Automotive drinsteckt, wobei dann braucht man den ja nicht mehr zu beachten,
- Hausgeräte der Marken Bosch und Siemens, Finger weg !
BSH Bosch Siemens Geräte GmbH,- und zusätzlich den Arzt bitten keine Geräte von Siemens zu verwenden
usw usw.
Viel Spass beim Boykottieren
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Original geschrieben von Siemensanier
- Ampeln bitte auch meiden, könnte die Siemens Intelligent Traffic Systems
hinterstecken.Na der Name is aber auch mal clever ausgedacht. "Siemens" und "intelligent" in einem Atemzug. Ts.
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