ZitatOriginal geschrieben von palmkiller98
Wieso können die Netzbetreiber nicht einfach auch den Nettorechnungsbetrag 19% MwSt. dazuaddieren (wie z.Zt. 16%)?
Da steht aber die Marketingstrategie entgegen. Man braucht ja Preise, mit denen man für sein Produkt werben kann. 9,95 z.B. und auch Minutenpreise wollen verkauft werden. Meistens geht es nicht um die reellen Kosten sondern um reine Marketing"gags".
Vermutlich werden die Konzerne gar nichts machen. Da auf dem T-Markt ein Preisverfall herrscht, wird man die 3% (genau wie die Ölkonzerne) rechtzeitig in die Kalkulation reinnehmen auf Preisstabilität pochen und dem Kunden erzählen, dass man nun "Blut und Wasser" geschwitzt hat um die Tarif zu halten. Bei o2 kann ich mir das sehr gut vorstellen. Mit Kniffen und Winkelzügen haben sie zum 1.6. eine 10-20%ige Preiserhöhung auf Gesprächsminuten durchgezogen und keiner der Neukunden scheint einmal seine Monatsrechnung gegengerechnet zu haben. Die Volksverblödung funktioniert ja.
-nun OT----
zur Pizza:
Dass keiner vom Steuerrecht Ahnung hat, beweist mal wieder die Diskussion.
Beispiel 1:
Ich kaufe einen Handyakku für 5,- EUR. Der Händler kauft ihn für 4,- EUR ein.
-> 16%MwSt. 69ct - 55ct = 14ct gibt der Händler an das Finanzamt ab.
-> 19%MwSt. 80ct - 64ct = 16ct -"-
Beispiel 2: Die Pizzeria
Ich esse eine Pizza für 5,- EUR. Der "Pizzist" kauft Material für 4,- EUR.
-> 16%MwSt. 69ct - 24ct = 45ct gibt der Pizzist an das Finanzamt ab.
-> 19%MwSt. 80ct - 24ct = 56ct -"-
Grund: Der Pizzist kauft die Zutaten mit 7% enthaltener Steuer ein (welche er als Vorsteuer abzieht) und muß 16 bzw. 19% verlangen. Während also der Händler eine Steuererhöhung von 14% hat, beträgt sie in der Gastronomie 24%.
[Man könnte genausogut mit geänderten Preisen rechnen... das Spiel bleibt dasselbe.]
siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwertsteuer