Modernisierung des T-mobile Netzes

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    Sinnvoll könnte es allerdings sein, WCDMA über 900 MHZ einzuführen, dann wäre das geschilderte Problem gelöst....


    Der UMTS Standard lässt sich nicht einfach in tieferen Frequenzen betreiben, da das Kanalszenario auf die hohe Freuquenz hin optimiert ist.


    Weiter dürfte es schwierig sein viele zusammenhängende 5MHz Bänder bei 900MHz frei zu machen.


    Wieviele neue Antennenstandorte tatsächlich benötigt werden lässt sich schwer sagen. Denke auch nicht, dass auf absehbare Zeit eine Netzabdeckung wie bei GSM erreicht wird.

    Gruss HK


    Manche mögens Heinz...

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Das denke weniger, allenfalls in Stahlbetonbauten würde sich die Empfangslage etwas bessern. Im Grunde ist die etwas schlechtere Abdeckung bei UMTS nicht durch die Frequenz bedingt, sondern eher durch die Antennenkonfiguration und die geringere Sendeleistung. Da würde ein Frequenzwechsel nicht viel bringen.


    Durch die höhere Frequenz bei UMTS sind die Ausbreitungsbedingungen grundsätzlich schechter, besonders in Stahlbetonbauten bzw. hinter diesen wunderschönen, metallbedampften Glasfassaden. Aber genau dort drin bzw. dahinter verstecken sich nun mal die meisten UMTS-User (ich setze jetzt mal Geschäftskunden voraus). Die Antennenkonfiguration ist in den meisten Fällen die selbe wie bei GSM, und in Kleinzellen strahlen die GSM-BTS´n nun schon lange nicht mehr mit 25 W.

    Wenn die Sonne tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten

  • WCDMA ist ähnlich wie GSM in den verwendbaren Frequenzbändern sehr flexibel, so gibt auch bei WCDMA schon mehrere Frequenzbereiche, neben dem in Europa verwendeten wCDMA 2100 gibt es in den USA WCDMA 1900 und WCDMA 800 Netze sind imho in Planung.


    Für vier oder fünf Blöcke würde man ja nur 20 bzw. 25 Mhz brauchen, das sollte sich schon wo unterbringen lassen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Es ist einfach so, das die Netzbetreiber abgesehen von E-Plus und teilweise T-Mobile keine hohen Standorte verwenden, und die anderen Standorte zum Teil auch noch so tilden, das die Basisstationen nicht weit reichen.


    Ich zweifle nicht daran, das das so sein könnte. Welche Motivation hätte jedoch ein NB, die einzelnen Stationen so zu tilden und somit die Reichweite künstlich weiter herunterzusetzen, dass die Netzversorgung dann schlechter ist, als sie sein müsste?


    Oder ist das UMTS typische Problem der atmenden Zellen mit den damit verbundenen Interferenzproblemen immer noch nicht entgültig gelöst?


    Gruß


    Markus

  • Zitat

    Original geschrieben von MarkusMeissner
    Ich zweifle nicht daran, das das so sein könnte. Welche Motivation hätte jedoch ein NB, die einzelnen Stationen so zu tilden und somit die Reichweite künstlich weiter herunterzusetzen, dass die Netzversorgung dann schlechter ist, als sie sein müsste?


    Oder ist das UMTS typische Problem der atmenden Zellen mit den damit verbundenen Interferenzproblemen immer noch nicht entgültig gelöst?


    Mal eine Frage.
    Welchen Vorteil hat der downtilt denn genau?
    Ist doch so dass ich die Reichweite eingrenzen kann ohne die Leistung stark runterdrehen muss.
    Ich habe dadurch doch eine eingeschränke Reichweite und trotzdem gute Feldstärke.


    Schutti

  • So ist es, bei geringere Sendeleistung wäre der Indoorempfang schlechter, und wenn man die Nodes nicht tildet, dann ist die Reichweite grösser, aber die Datenrate kann wegen Störungen zurückgehen.

  • UMTS im 900MHz Band wird gerade standardisiert und wird ab Dezember in den 3GPP Spezifikationen (Release-7) enthalten sein. Der Uplink geht von 880-915MHz und der Downlink von 925-960MHz, d.h. es ist vorgesehen, WCDMA im gleichen Frequenzbereich wie GSM zu betreiben. Dabei ist auch ein Mischbetrieb möglich, d.h. ein oder mehrere 5 MHz Blöcke WCDMA benachbart zu den GSM Kanälen.
    Die Entscheidungen (wann, wo, welcher Operator, wieviel Spektrum für WCDMA im 900MHz Band usw. ) muß die jeweilige nationale Regulierungsbehörde treffen, ich glaube nicht, daß dies zumindest für Deutschland in absehbarer Zeit passieren wird.


    Kurz noch ein paar Worte zum Release: Jeder höhere 3GPP Release enthält neue Features, wie z.B. Rel-4 FDD Repeater, Rel-5 HSDPA, Rel-6 HSUPA. Mit jedem neuen Release sind auch zusätzliche Frequenzbänder standardisiert worden. Im Gegensatz zu den anderen Features sind die Frequenzbänder "release independent", d.h. man kann sie auch in einem früheren Release einführen.


    /Lampe

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