Übertragung von Relax-Minuten in den nächsten Monat

  • Bevor ich auf den eigentlichen Punkt komme vorab eine kleine Einführung:


    Der Oberste Gerichtshof hat in einem Urteil festgelegt, dass die befristung von Gutscheinen rechtswidrig ist, da der Kunde dafür bezahlt hat und das Kaufhaus frei über das Geld verfügen kann. Demnach sind Gutscheine unbegrenzt gültig (zumindest so lange bis das Kaufhaus besteht :D )


    Von diesem Prinzip könnte man doch folgendes ableiten:


    Relax-Minuten werden vom Kunden vorher bezahlt und T-mobile verfügt über 100% der dafür gezahlten Gelder - auch über den besagten Monat hinaus. Aber im Moment sieht es doch so aus, dass nicht genutzte Minuten verfallen. Wenn also T-mobile über 100% des vom Kunden eingezahlten Minutenpreises auch über den Monat hinaus verfügen kann, dann sollten die Kunden über ihre bereits bezahlten Minuten auch jederzeit verfügen können.

  • Netter Gedanke, aber bekommt man bei "Postpaid-" Verträgen nicht immer, wie der Name schon sagt, eine Rechnung über einen abgelaufenen Abrechnugszeitraum? Außerdem sind die Inklusivminuten ja ein (vertraglich vereinbarter) Mindestumsatz. Ich glaube kaum, daß man da irgendwas bewegen kann.


    Axelchen

    Festnetzanschluß? Brauche ich schon lange nicht mehr.

  • Ich habe mich in der zwischenzeit ganz konkret in Sachen Gutschein schlau gemacht und möchte meine obige Aussage teilweise zurückziehen. Es ist nicht ganz richtig, dass Gutscheine in Deutschland unbegrenzt gültig sind, jedoch muss die Frist mindestens 12 Monate beinhalten. Braucht man den Gutschein in diesen 12 monaten nicht auf, hat man eine zusätzliche Frist (ich glaube 1-3 Monate) um das Geld zurückzufordern - danach verfällt alles.


    Abgeleitet auf die Relax-Tarife könnte ich mir als guten Kompromiss vorstellen, dass die Netzbetreiber die Mitnahme der Minuten für zB. 3 Monate garantieren (denn in dieser Zeit müsste es jeder schaffen seine Minütchen zu verbrauchen).


    Meinungen hierzu?

  • Du bekommst aber keinen Gutschein, sondern es handelt sich schlicht um einen Vertrag, der monatlich eine bestimmte Anzahl von Inklusivminuten bietet. Von daher sehe ich hier keine Ähnlichkeit; anderes wäre es, wenn sie Dir monatlich einen Gutschein über 15 EUR für eine Prepaidkarte oder für die Aufladung aufs Kundenkonto (bei Vodafone möglich) zusenden. Dies ist ein regulärer Gutschein, der eine bestimmte Mindestlaufzeit haben muss und nicht umsonst auch hat.

  • Wenn man die Sache ganz simpel betrachtet ist es hier auch nicht anders. Ich schließe mit T-mobile einen Vertrag aufgrund dessen ich X-Minuten bekomme und T-mobile X-Geld. T-mobile kann über die volle Summe verfügen – auch über den gegebenen Monat hinaus, während ich mich damit abfinden MUSS, dass nicht verbrauchte Minuten – welche ich ja für MEIN Geld als Gegenleistung bekommen habe – im nächsten Monat verfallen.
    Ich sag ja nicht, dass man Minuten unendlich übertragen sollte, aber es gibt Situationen, wo sich nun mal nicht alle Minuten innerhalb eines Monats abtelefonieren lassen (zB. wegen längerem Auslandsaufenthalt, Krankheit, usw.). Deshalb denke ich, dass es wesentlich kundenfreundlicher wäre eine wenigstens einmalige Übertragung zu ermöglichen. Ich glaube kaum, dass T-mobile oder Vodafone so ein Verlustgeschäft machen würden, jedoch würde es dem Kunden ein größeres Sicherheitsgefühl geben (was zumindest das Abtelefonieren der bezahlten Minuten angeht) und vielleicht mehreren Kunden die Entscheidung zum Einstieg in diese Tarife erleichtern.

  • Es ist anders, glaubs mir. ;)


    Beim Gutschein bezahlst Du einen Betrag, dessen Gegenleistung noch nicht feststeht. Du kannst also 3 Pullover oder auch fünf T-Shirts kaufen, wenn Du einen 50 EUR-Gutschein für H&M kaufst. Fest steht also nur der Betrag, den Du maximal einlösen kannst. Beim Mobilfunkvertrag ist die Leistung und Gegenleistung bereits hinreichend bestimmt (Gegenstand, Preis, Konditionen), und auch gegenseitig Vertragsbestandteil geworden. Man kann das nicht vergleichen. Ansonsten wären praktisch alle Langzeitverträge, die bestimmte Leistungen zu einem festgelegten Preis beinhalten, im weitesten Sinne "Gutscheine" und könnten ewig gesammelt und aufgetürmt werden.


    Es wäre zwar schön, wenn es so wäre (bei den Mobilfunktarifen, nicht bei allen Langzeitverträgen...). Aber bis dahin hat man ja die freie Wahl, ob man ein Minutenpaket bei X oder bei Y kauft und es steht jedem frei, den mit oder den ohne Übertragbarkeit zu nehmen. Oder, so wie ich es derzeit handhabe, in einem Tarif bleiben, bei dem nur bezahlt wird, was auch genutzt wurde.


    Es gibt keinen Vollkasko-Schutz für Verbraucher, um alles Erdenkliche ausschließlich zu deren Vorteil regeln zu dürfen. Jeder darf im Großen und Ganzen frei entscheiden, mit wem er was zu welchen Bedingungen vereinbart.

  • Re: Übertragung von Relax-Minuten in den nächsten Monat



    Nicht schlecht. :) Wenn gehst du zum Anwalt? :confused:

    ePlus can do:-)

  • Soweit ich weiß, ist das Mitnehmen von Minutenpaketen bei eplus schon möglich. Die anderen NB werden sicherlich irgendwann nachziehen, oder?

    schnuckiputz

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